Eine nächtliche Ansicht des beleuchteten Kremls in Moskau, reflektiert im Wasser des Flusses.
Russlands Präsident Wladimir Putin hat per Dekret die Enteignung der russischen Tochter des dänischen Dämmstoffherstellers Rockwool angeordnet. (Quelle: Pixabay)

Industrie 2026-01-14T09:40:35.216Z Russland enteignet Rockwool

Russland hat die Enteignung von vier Rockwool-Fabriken in dem Land angeordnet. Wie der dänische Dämmstoffhersteller mitteilt, sei die russische Tochtergesellschaft unter externe Zwangsverwaltung gestellt worden. Rockwool bezeichnet das Vorgehen der russischen Behörden als eindeutig illegal. „Hierbei handelt es sich um einen eklatanten Verstoß gegen alle internationalen Regeln. Wir werden alle rechtlichen Mittel ausschöpfen, um unser Vermögen zu schützen und zu verhindern, dass es in russische Hände fällt“, sagt CEO Jes Munk Hansen.

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Das Unternehmen hat rund 1.200 Mitarbeiter in Russland, die russische Tochtergesellschaft hat den Angaben zufolge im vergangenen Jahr einen Umsatz von 261 Millionen Euro und 78 Millionen Euro Gewinn vor Steuern und Zinsen erwirtschaftet. „Ich bin froh, dass wir in der aktuellen Situation fast vier Jahre lang verhindert haben, dass ein Oligarch oder der russische Staat das gesamte Geschäft und die Gewinne aus unseren russischen Aktivitäten an sich reißen“, wird der CEO von Rockwool in einer Mitteilung zitiert.

Wie verschiedene Medien unter Hinweis auf Unternehmensangaben berichten, werde Rockwool seine russische Tochter aus der Bilanz entfernen und die Vermögenswerte mit einem Buchwert von insgesamt 469 Millionen Euro zum Ende des vergangenen Geschäftsjahres abschreiben.

zuletzt editiert am 15. Januar 2026