Seit heute (16. Dezember) können Anträge für die zeitlich befristete Effizienzhaus 55-Plus-Förderung mit 100 Prozent Erneuerbaren Energien gestellt werden. Wie das Bundesministerium für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen (BMWSB) mitteilt, erfolgt die Förderung mittels zinsverbilligter KfW-Kredite. Der Zinssatz für ein Darlehen mit 35 Jahren Laufzeit und 10 Jahren Zinsbindung liege zum Start bei 2,84 Prozent effektiv. Annuitätische Darlehen mit 10 Jahren Laufzeit und 10 Jahren Zinsbindung gibt es laut Mitteilung zu einem Zinssatz von rund 1,94 Prozent effektiv.
„Papier ist geduldig, wir sind es nicht. Noch in diesem Jahr startet deshalb unsere Unterstützung für baureife Projekte. Die EH-55-Plus-Förderung setzt einen wichtigen Impuls, nach der Genehmigung auch mit dem Bau zu beginnen. Das war wirtschaftlich oft nicht möglich, obwohl die Wohnungen dringend gebraucht werden. Wir investieren nun 800 Millionen Euro, damit die Branche loslegen kann und Wohnraum entsteht, der nicht nur klimafreundlicher, sondern auch bezahlbarer ist. Mit einem Zinssatz von unter drei Prozent liegen wir deutlich unter dem Marktniveau. Wir führen damit konsequent unseren Weg fort, wichtige Impulse beim Wohnungsbau zu setzen“, wird die Bundesbauministerin Verena Hubertz zitiert.
Baureife Vorhaben werden mit bis zu 100.000 Euro zinsverbilligter KfW-Kredite pro Wohneinheit gefördert, heißt es in der Mitteilung weiter. Damit werde der Bauüberhang kurzfristig aktiviert und mehr Wohnraum geschaffen. Förderfähig sind der Neubau oder Ersterwerb von Wohngebäuden, Kommunen können einen Zuschuss von 5 Prozent erhalten. Wohngebäude müssen im Effizienzhausstandard 55 mit einer Wärmeerzeugung mit 100 Prozent Erneuerbaren Energien geplant sein.
