In einer Mitteilung bestätigt die Schlau-Gruppe übereinstimmende Medienberichte, wonach rund 50 Standorte der Großhandelssparte in den kommenden Wochen schrittweise schließen werden. Dies gelte ausdrücklich nicht für andere Bereiche des Unternehmens, wie etwa die Hammer Baumärkte, teilt der Konzern mit.
Nach intensiven Verhandlungen im Rahmen des Eigenverwaltungsverfahrens steht laut der Mitteilung fest: Für die Großhandelssparte der Schlau-Gruppe konnte kein Gesamtinvestor gefunden werden. Ein Marktbegleiter wird jedoch aller Voraussicht nach einen Teil der Großhandelsmärkte übernehmen und unter eigener Marke fortführen.
Gespräche mit einem strategischen Investor, der rund ein Fünftel der Handwerkermärkte – vor allem Schlau-Standorte in West-, Mittel- und Norddeutschland (ausgenommen Hamburg) übernehmen könnte, verlaufen den Angaben zufolge erfolgversprechend. Diese Märkte würden in das Standortportfolio des Investors integriert werden. Damit können zahlreiche Arbeitsplätze gesichert werden, und den betroffenen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern eröffnen sich neue berufliche Perspektiven, heißt es.
Für die übrigen rund 50 Standorte des Schlau-Großhandels, einschließlich Lager- und Logistikstandorten sowie der zentralen Einheiten, konnte laut Mitteilung keine Investorenlösung erzielt werden. Diese Standorte werden in den kommenden Wochen schrittweise geschlossen. Parallel prüft das Unternehmen, ob es für einzelne Standorte Nachnutzerlösungen geben kann.
Für andere Unternehmensteile, darunter Hammer sowie die Fritz Müller Autoteile GmbH, seien die Investorenverhandlungen auf der Zielgraden, heißt es. Diese Unternehmen sind von den Schließungen im Großhandel nicht betroffen und werden fortgeführt.
