Ein freundlich lächelnder Geschäftsmann trägt ein helles Sakko, ein blaues Hemd und eine dunkelblaue Krawatte mit weißen Punkten vor einem neutralen Hintergrund.
Julian Philipp Tintelnot, geschäftsführender Gesellschafter der Linnenbecker-Gruppe (Quelle: Linnenbecker)

Fachhandel 2026-09-11T08:23:45.175Z Linnenbecker richtet Logistik in Nordwestdeutschland neu aus 

Die Linnenbecker-Gruppe richtet ihre Liefergebiete in Nordwestdeutschland neu aus und bündelt die logistische Versorgung der Region Achim künftig an den leistungsfähigeren Standorten Hannover und Münster. Wie das Unternehmen mitteilt, wird im Zuge dieser Neuordnung der Standort Achim zum 30. November 2026 geschlossen. Die vertriebliche Betreuung der Region bleibe vollständig bestehen: Die bekannten Außendienstmitarbeiter stünden den Kunden weiterhin als persönliche Ansprechpartner zur Verfügung.

Die deutlich größeren Standorte Hannover und Münster verfügen über höhere Lagerbestände und sind auch enger in die unternehmensinterne Rundtour eingebunden, heißt es in der Mitteilung. So verbessere das Unternehmen die Voraussetzungen für eine hohe Warenverfügbarkeit und verlässliche Lieferzeiten. Zufuhrlieferungen mit eigenen LKWs und Streckengeschäfte würden unverändert angeboten.

„Wir ziehen uns nicht aus der Region zurück, sondern stellen ihre Versorgung auf eine breitere und leistungsfähigere Basis“, wird Julian Philipp Tintelnot, geschäftsführender Gesellschafter der Linnenbecker-Gruppe, in der Mitteilung zitiert. „Unsere Kunden behalten ihre vertrauten Ansprechpartner und profitieren zugleich von den größeren Lagerkapazitäten und der besseren logistischen Anbindung unserer Standorte in Hannover und Münster.“

Die Neuordnung orientiert sich laut Mitteilung am tatsächlichen Bestellverhalten der Kunden. Rund 90 Prozent des Umsatzes am Standort Achim seien bereits in der Vergangenheit auf Zufuhr- und Streckengeschäfte entfallen. Das Abholgeschäft spiele mit einem Anteil von etwa zehn Prozent eine untergeordnete Rolle. Für Kunden, die bislang Waren in Achim abgeholt haben, würden individuelle Versorgungsmöglichkeiten über das bestehende Standort- und Liefernetz angeboten.

Hintergrund der Entscheidung ist neben der logistischen Neuausrichtung die anhaltend schwierige Marktsituation in der Bau- und Fliesenbranche, heißt es in der Mitteilung weiter. Der deutsche Fliesenabsatz sank nach Branchenangaben von 132,9 Millionen Quadratmetern im Jahr 2022 auf nur noch circa 90 Millionen Quadratmeter im Jahr 2025.

zuletzt editiert am 11. September 2026
Newsletter