Sebastian De Marco, Steffen Leßig, Franz KassDaoud (v.l.)
Sebastian De Marco, Steffen Leßig, Franz KassDaoud (v.l.) (Quelle: Konz Baustoffring)

Fachhandel 2022-10-06T11:16:41.031Z Irritationen um Umbenennung von Konz Baustoffring

Anfang August hatte Stark Deutschland bekannt gegeben, dass die Übernahme der Konz Gruppe abgeschlossen sei und die Konz Gruppe somit offiziell Teil des Offenbacher Baustoffhändlers sei ( wir berichteten ). Auch hieß es von Stark Deutschland, dass die sieben Standorten in Waiblingen, Winnenden, Vöhringen, Eislingen, Heidenheim, Meißen und Chemnitz sukzessiv in das bundesweite Raab Karcher Netzwerk der Stark Deutschland GmbH integriert werden.

Wie drei Gesellschafter der Konz Baustoffring GmbH Eislingen ihrerseits nun aber in einer Pressemitteilung schreiben, sei es entgegen den Pressemitteilungen der Stark Deutschland fraglich, ob aus der Konz Baustoffring GmbH, Eislingen, ein Raab Karcher Baustoffhandel wird. „Wir waren schon sehr überrascht von den Pressemitteilungen der Stark Deutschland, dass aus unserem Betrieb plötzlich Raab Karcher Baustoffhandel werden soll. Mit uns als Gesellschaftern wurde das weder besprochen noch zusammen mit uns verabschiedet und von uns Mitgesellschaftern Steffen Leßig, Sebastian De Marco und Franz KassDaoud auch nicht genehmigt“, so Steffen Leßig, geschäftsführender Gesellschafter in Eislingen.

„Wir sind gar kein Baustoffhandel sondern ein Fliesen-Spezialist, von daher passt der Markenswitch zu uns überhaupt nicht,“ so der Gesellschafter und Niederlassungsleiter Sebastian De Marco.

Stark Deutschland wollte sich auf Nachfrage der BaustoffMarkt-Redaktion nicht zu dem Sachverhalt äußern.

Nun wurde uns ein internes Schreiben zugespielt, dass die Konz-Gruppe gestern (05.10.) an die eigenen Mitarbeiter versendet hat. Unterzeichner sind Timo Kirstein (CSO Stark Deutschland) sowie Alexander Eller (Geschäftsführer Konz).

Darin heißt es, dass sie in den letzten Tagen hätten feststellen müssen, „dass die Kollegen Steffen Leßig, Sebastian De Marco sowie Franz KassDaoud den Versuch unternahmen mit Informationsschreiben und Pressestatements – unter den Mitarbeiterinnen/Mitarbeitern sowie Kunden der Konz Baustoffring GmbH – Verwirrung zu stiften. Wir verurteilen diese Vorgehensweise und werden diesen untauglichen Versuch sicherlich nicht akzeptieren.“

Es folgt eine Erklärung, dass die Konz-Unternehmensgruppe im Zuge des Kaufs und der Abtretung sämtlicher Kommanditanteile an der Hermann Konz GmbH & Co. KG (Holding-Gesellschaft) durch die Stark Deutschland GmbH mit Wirkung zum 01.08.2022 übernommen und damit Teil der Stark-Gruppe wurde. Dies betreffe auch die Tochtergesellschaften, zu denen die Konz Baustoffring GmbH gehört, an denen Leßig, De Marco und KassDoud jeweils als Minderheitsgesellschafter beteiligt seien.

„Wir finden es sehr schade, dass sich die Kollegen gegen eine mehrfach ausgestreckte Hand unsererseits und gegen ein gemeinsames Miteinander im Team entschieden haben. Letztlich hat sich aber in den mehrfach vorgenommen persönlichen Gesprächen gezeigt, dass die Verfolgung eigener persönlicher Interessen im Vordergrund steht. Dies zeigen die Aussagen im Hinblick auf die Markendiskussion und auch bzgl. der Spezialisierung sehr deutlich. Neben unserem Spezialisten ,Keramundo‘ verfolgen wir an vielen Standorten der Generalistenmarke ,Raab Karcher‘ sehr wohl eine erfolgreiche Spezialisierungsstrategie. Nicht ohne Grund haben wir damit in den letzten Jahren unsere Position als Marktführer, auch im Bereich Fliesen, nachhaltig ausgebaut. Mit den aktuellen Aktivitäten, beispielsweise über die Presse, verhalten sich die besagten Personen unkollegial, auch gegenüber Ihnen – unseren Kolleginnen und Kollegen“, heißt es weiter in der internen Mitteilung.

Man wolle gemeinsam mit den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern bei Konz als Team agieren und kollegial mit allen arbeiten sowie konsequent den „tollen Weg der letzten Jahre“ bei Konz fortsetzen. Letztlich gehe es nicht um Markenpolitik oder persönliche Interessen, sondern „um Sie, um unsere Kolleginnen und Kollegen, um unsere Kunden sowie um sichere und zukunftsfähige Arbeitsplätze“.

zuletzt editiert am 21. Oktober 2022