Neues Hagebau Logo Dachmarke
So sieht das neue Logo der Dachmarke aus. (Quelle: Hagebau)

Fachhandel

27. June 2022 | Teilen auf:

Hagebau bringt neue Dachmarke auf den Weg

Eine neue Dachmarke für die Hagebau zu etablieren, steht seit dem Zukunftskonvent 2019 auf der Agenda der Kooperation. Damals hatten Gesellschafter die Diskussion über die Einführung einer neuen Dachmarke angestossen. Im Februar dieses Jahres präsentierten die Soltauer dann eine gemeinsame Dachmarke für die Vertriebsform Hagebaumarkt (Großfläche Einzelhandel), Hagebau kompakt (Kleinfläche Einzelhandel, früher Werkers Welt) sowie den Fachhandel mit Hagebau Profi (wir berichteten).

Nun hat die Kooperation grünes Licht von den Gremien im Einzelhandel bekommen. In einer außerordentlichen Sitzung der Franchisenehmer am Vortag der Gesellschafterversammlung stimmten nach Angaben der Kooperation im Franchisesystem Hagebaumarkt rund 90 Prozent dieser Veränderung zu, im Systemnehmerbereich Werkers Welt sprachen sich 100 Prozent für den neuen Namen aus. Die Hagebau besteht aus rund 350 autonom agierenden Gesellschaftern und die Einführung einer Dachmarke ist systembedingt nur möglich, wenn drei Viertel der Gesellschafter zustimmen.

Erstmals können die Fachhändler nun auch unter der Marke Hagebau Profi auftreten und damit die Zugehörigkeit zur Kooperation dokumentieren. Im Fachhandel gibt es kein vergleichbares System wie im Einzelhandel der Hagebau, sodass dort jeder einzelne der angeschlossenen Baustoff- Holz- und Fliesenhändler freiwillig die neue Marke Hagebau Profi nutzen kann. Wie Frank Roth, Leiter Unternehmenskommunikation, gegenüber dem BaustoffMarkt betont, war die Entscheidung zur Einführung der Dachmarke im Einzelhandel mit der Einführung im Fachhandel verknüpft. Das heißt: Ohne eine Zustimmung durch die Gremien im Einzelhandel wäre die Dachmarke im Fachhandel nicht gekommen. Ein erstes Stimmungsbild bei den Fachhändlern spreche dafür, dass deutlich mehr als die Hälfte der Fachhändler den neuen Auftritt für sich nutzen könnte. Da die Einführung der Dachmarke im Fachhandel auf Freiwilligkeit beruht, habe es dazu keine fixe Abfrage gegeben, aber das erste Stimmungsbild lasse eine Zustimmung im Bereich Fachhandel von rund 75 Prozent erwarten, so Roth gegenüber dem BaustoffMarkt.

Mit einem Fördersystem unterstützt die Hagebau die Gesellschafter bei der Umstellung auf die neue Dachmarke. Dieses Fördersystem gelte für Einzel- als auch Fachhändler und bleibe zeitlich bis zum 31.12.2024 begrenzt, wie der Leiter Unternehmenskommunikation mitteilt. Idee dahinter: Bis zum Ablauf des Jahres 2024, in dem die Kooperation 60-jähriges Jubiläum feiert, möglichst viele Gesellschafter unter der Dachmarke zu vereinen und dafür auch Anreize zu setzen.

In einer Pressemitteilung zeigt sich Johannes M. Schuller, Aufsichtsratschef der Hagebau, erfreut über die Einführung der neuen Dachmarke. „Wir sind davon überzeugt: Mit diesem Schritt werden wir den schlafenden Riesen Hagebau wecken“. Und Jan Buck-Emden, Vorsitzender der Geschäftsführung, ergänzt: „In Zukunft wird uns diese einmalige Kombination unter einer nationalen Dachmarke einen echten Wettbewerbsvorteil verschaffen“.

Gesellschafterversammlung in Hamburg

Vorherrschendes Thema auf der Gesellschafterversammlung der Kooperation am vergangenen Freitag (24. Juni) in Hamburg sei ebenfalls die neue Dachmarke gewesen, so Roth gegenüber dem BaustoffMarkt. Da die wesentlichen Entscheidungen dazu schon am Vortag gefallen waren, sei die Veranstaltung "kurz und zielgerichtet" gewesen. Rund 270 Gesellschafter waren anwesend.

zuletzt editiert am 27.06.2022