Die Gruppenleitung (v. l.): Walter Schiegl (Produktion/Technik/Einkauf), Thomas Leissing (Finanzen/Verwaltung/Logistik) und Ulrich Bühler (Vertrieb/Marketing).
Die Gruppenleitung (v. l.): Walter Schiegl (Produktion/Technik/Einkauf), Thomas Leissing (Finanzen/Verwaltung/Logistik) und Ulrich Bühler (Vertrieb/Marketing). (Quelle: Egger)

Industrie

05. January 2022 | Teilen auf:

Egger-Gruppe verzeichnet zum Halbjahr Umsatz- und Ergebniszuwächse

Mit einem konsolidierten Umsatz von 1,98 Milliarden Euro (+36,5 Prozent zum Vorjahr) hat die Egger-Gruppe mit Stammsitz im österreichischen St. Johann in Tirol das erste Halbjahr ihres Geschäftsjahres 2021/2022 (Stichtag 31. Oktober 2021) abgeschlossen, wie das Unternehmen jetzt mitteilte. Das Ebitda betrug 478,6 Millionen Euro (+62,9 Prozent zum Vorjahreszeitraum). Die Sonderkonjunktur im Bau- und Möbelsektor sowie die Kapazitätszuwächse neuer Werke hätten maßgeblich zum Ergebnis beigetragen, heißt es in der Pressemitteilung des Unternehmens. Die Steigerungen ließen sich zum Teil auch durch die umsatzschwächeren Vorjahresmonate Mai und Juni 2020 erklären, die noch von Lockdown-bedingten Absatzschwächen zu Beginn der Pandemie geprägt waren.

Der Bereich dekorative Produkte für den Möbel- und Innenausbau mit seinen vier Regionen West, Mitte, Ost und Americas hat einen Umsatz von circa 1,6 Millionen Euro (+34,4 Prozent zum Vorjahr) erwirtschaftet. In der Division Flooring Products betrug der Umsatzzuwachs +23,8 Prozent im ersten Halbjahr 2021/2022. Es wurden insgesamt 242,2 Millionen Euro mit Böden umgesetzt. In der Division Building Products stieg der Umsatz um +75,7 Prozent auf 273,4 Millionen Euro. Großen Anteil am Umsatzwachstum in dieser Division hatte das Sägewerk in Brilon. Besonders durch eine außergewöhnliche Nachfrage im US-amerikanischen Raum gestaltete sich das globale Marktumfeld für Schnittholz sehr positiv, heißt es weiter in der Mitteilung.

Trotz weiterhin gegebener Unsicherheiten durch die Corona-Pandemie sei der Ausblick auf das zweite Geschäftshalbjahr 2021/2022 insgesamt positiv. Herausforderungen bestünden unter anderem in der Volatilität der Rohstoffkosten, verminderten Logistikkapazitäten sowie in Inflationsrisiken, die zu reduzierter Konsumtätigkeit führen könnten. Traditionell ist die Bautätigkeit im Winter eingeschränkt und dadurch sei die zweite Geschäftsjahreshälfte schwächer. Die Gruppenleitung geht dennoch von einer stabilen Entwicklung der wesentlichen Märkte aus und betont, dass sie sehr gut aufgestellt seien.

zuletzt editiert am 05.01.2022