Porträt eines älteren Mannes im dunklen Anzug und weißem Hemd vor neutralem grauem Hintergrund; professionelles Business-Porträt mit freundlichem Gesichtsausdruck, Oberkörperaufnahme.
Dr. Hannes Zapf, Vorsitzender der DGfM. (Quelle: DGfM)

Industrie 2026-07-13T13:51:59.756Z DGfM bestätigt Vorstand 

Die Deutsche Gesellschaft für Mauerwerks- und Wohnungsbau e. V. (DGfM) hat auf ihrer ordentlichen Mitgliederversammlung in Berlin ihren Vorstand turnusgemäß neu gewählt. Dr. Hannes Zapf (Bundesverband Kalksandsteinindustrie e.V.) wurde als Vorsitzender bestätigt. Ebenso Guido Runkel (Bundesverband Leichtbeton e.V.) als sein Stellvertreter, teilt der Verein mit. Der Vorstand wird laut Mitteilung komplettiert durch Christian Bertmaring (Vorsitzender Bundesverband Porenbetonindustrie e.V.), Torsten Schoch (Vorstand Verband Bauen in Weiß e.V.) und Frederic Dörlitz (Vorsitzender Bundesverband Kalksandsteinindustrie e.V.).

Im Mittelpunkt der Mitgliederversammlung standen neben der Vorstandswahl die aktuelle Situation des Wohnungsbaus und die politischen Maßnahmen, insbesondere der „Aktionsplan zur Senkung von Baukosten“ des Bauministeriums vom Juni 2026, heißt es in der Mitteilung weiter. „Mit 175.867 Wohneinheiten in neuen Gebäuden sind im Jahr 2025 fast 87.000 Wohnungen weniger fertig gestellt worden als im Durchschnitt der Jahre 2021, 2022 und 2023. Die veranschlagten Baukosten für Wohnungen in diesem Segment lagen 2025 um 13,2 Milliarden Euro unter denen von 2023. Die Wohnungsbaukrise hat neben der sozialen schon längst eine wirtschaftspolitische Komponente, denn Wohnungsbau ist regionale Wertschöpfung mit kommunalen Einnahmen bei Einkommen- und Umsatzsteuer“, wird Dr. Zapf zitiert.

„Wir befinden uns nicht nur in einer Wohnungsbaukrise, sondern auch in einer Krise der kommunalen Haushalte. Jetzt eine Bundesbaugesellschaft zu errichten, die dann auch noch überwiegend seriell Wohnungen bauen soll, verlagert Arbeitsplätze und Steuereinnahmen weit weg vom Investitionsort und verschärft diese Krise weiter,“ so Dr. Hannes Zapf weiter. „Statt einem überregionalen großen braucht es die breite Mittelschicht als regionalen Investor. Bessere Abschreibungen, auch für selbstgenutztes Wohneigentum, könnten dafür starke, unbürokratische Anreize setzen.“

zuletzt editiert am 13. Juli 2026
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