Rückansicht eines beladenen Containerschiffs.
Seecontainer im Austausch zwischen Europa und Asien sind derzeit Mangelware. Quelle: Deutsche Bauchemie

Industrie

10. March 2021 | Teilen auf:

Deutsche Bauchemie warnt vor Produktionsengpässen

Immer mehr Mitgliedsunternehmen der Deutschen Bauchemie spüren die Auswirkungen der durch coronabedingte Grenzkontrollen und zusätzliche internationale Logistikprobleme unterbrochenen Lieferketten, so der Industrieverband. „Die Folgen der unterbrochenen Lieferketten sind mittlerweile auf den ersten Baustellen spürbar“, erklärt Hauptgeschäftsführer Norbert Schröter, „vor allem im Bereich hochwertiger Spezialklebstoffe beispielsweise für Fassaden gibt es Engpässe und Verzögerungen im Bauablauf."

Die kritische Situation umfasst laut dem Verband komplette Produktionsprozesse, von Verzögerungen und Ausfällen beim Rohstoffeinkauf auf den internationalen Märkten bis hin zu Engpässen bei Verpackungsmaterialien und Paletten. Im Januar hatte der Verband bereits einen Engpass bei Rohstoffen für die Epoxidharzproduktion prognostiziert ( wir berichteten ). Dies sei nur der Beginn einer ganzen Serie von Verknappungen am Rohstoffmarkt gewesen. Diese Entwicklung gehe einher mit teilweise explodierenden Preissteigerungen für viele Rohstoffe und Verpackungen, heißt es. „Die Mitgliedsunternehmen kämpfen bei den Lieferketten derzeit an vielen Fronten, das erhöht zunehmend die Brisanz in der Produktionsplanung und Warenwirtschaft“, sagt Schröter, „und nicht alles ist auf Corona zurückzuführen.“ Als Gründe für die Engpässe nennt der Verband in einer Mitteilung vor allem LKW-Staus an den Grenzen, zu geringe Seecontainermengen, eine angespannte Versorgungslage bei Kunststoffverpackungen sowie fehlende Paletten im klassischen Waren- und Stückgutverkehr.