Deutsche Hersteller konzentrieren sich vermehrt auf stabile, gut erreichbare Zielmärkte innerhalb Europas. (Quelle: Heinze)

Bauwirtschaft 2025-08-06T13:45:18.181Z Auslandsgeschäft verliert für deutsche Bauprodukthersteller an Bedeutung

Das Exportgeschäft deutscher Bauprodukthersteller gerät unter Druck, wie eine Erhebung der Heinze Marktforschung im Rahmen des 27. Baukonjunktur-Klimas zeigt. Demnach ist der Exportanteil am Jahresumsatz der Hersteller von Bau-, Einrichtungs- und Ausstattungsprodukten in den letzten Jahren spürbar zurückgegangen – von 34,3 Prozent im Jahr 2019 auf nur noch 23,6 Prozent im Jahr 2025. Parallel dazu habe sich auch die Einschätzung der Relevanz verändert: Nur noch 29 Prozent der Unternehmen halten das Auslandsgeschäft aktuell für sehr wichtig, heißt es in einer Mitteilung von Heinze.

Eine weitere Erkenntnis der Untersuchung ist, dass sich das Exportgeschäft geografisch verschiebt. Während der Absatz in Märkten wie Russland (-38 Prozent) oder Großbritannien (-17 Prozent) deutlich zurückging, konzentrieren sich deutsche Hersteller laut Heinze vermehrt auf stabile, gut erreichbare Zielmärkte innerhalb Europas. An der Spitze der Exportländer stehen der Mitteilung zufolg weiterhin Österreich, die Schweiz sowie die Benelux-Staaten.

Auch wenn der durchschnittliche Exportanteil rückläufig sei, bleibe der europäische Raum das zentrale Exportziel. „Der europäische Binnenmarkt bleibt das Rückgrat des Auslandsgeschäfts deutscher Bauprodukthersteller“, so Thomas Wagner, Leiter der Heinze Marktforschung.

Ein zentrales Stimmungsbild zur internationalen Wettbewerbsfähigkeit liefert in der Untersuchung von Heinze die Frage: „Wie bewerten Sie die Wettbewerbsfähigkeit Ihres Unternehmens im internationalen Vergleich (ausländische Wettbewerber) in Bezug auf Strompreise und Netzentgelte?“ Die Antworten fallen deutlich aus: Zwei Drittel der befragten Unternehmen sehen sich hierbei im Nachteil. Trotz dieser Belastung bleiben mehr als zwei Drittel der befragten Unternehmen dem Standort Deutschland treu. Produktionsverlagerungen ins Ausland stehen – wenn überhaupt – nur vereinzelt zur Diskussion, heißt es.

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zuletzt editiert am 08. August 2025
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