Die Veranstalter und Moderatoren des zweiten Fachdialogs „Kreislaufwirtschaft bei Dämmstoffen“ (v. l.): Dr. Katharina Gamillscheg (GD Holz), Sebastian Schmidt (Berliner Senatsverwaltung für Umwelt, Mobilität, Verbraucher- und Klimaschutz), Dr. Hans-Joachim Riechers (VDPM).
Die Veranstalter und Moderatoren des zweiten Fachdialogs „Kreislaufwirtschaft bei Dämmstoffen“ (v. l.): Dr. Katharina Gamillscheg (GD Holz), Sebastian Schmidt (Berliner Senatsverwaltung für Umwelt, Mobilität, Verbraucher- und Klimaschutz), Dr. Hans-Joachim Riechers (VDPM). (Quelle: Fulmidas)

Veranstaltungen

16. December 2022 | Teilen auf:

Zweiter Fachdialog „Kreislaufwirtschaft bei Dämmstoffen“ mit 300 Teilnehmern

Die Berliner Senatsumweltverwaltung hat den zweiten Fachdialog zum Thema „Kreislaufwirtschaft bei Dämmstoffen“ veranstaltet. Partner waren der Verband für Dämmsysteme, Putz und Mörtel (VDPM) und der Gesamtverband Deutscher Holzhandel (GD Holz). Dr. Benjamin Bongardt, Referatsleiter der Senatsumweltverwaltung, zeigte sich erfreut über die mehr als 300 angemeldeten Teilnehmer. „Das zeigt, dass wir ein Pilotprojekt auch für andere Bundesländer werden können“, sagte er laut Mitteilung in seiner Begrüßung.

Berlin verfolgt mit seinem Abfallwirtschaftskonzept 2030 eine „Zero-Waste“ Strategie. Für den Gebäudebereich heißt das, bei öffentlichen Ausschreibungen müssen mit der Angebotsabgabe bereits Nachweise über die Wiederverwend- beziehungsweise Rezyklierbarkeit der eingesetzten Baustoffe vorliegen. Sebastian Schmidt, Referent für die umweltfreundliche Beschaffung, stellte dazu neu geplante Umweltanforderungen für eine höhere Kreislauffähigkeit von Dämmstoffen vor.

Verschiedene Vorträge beschäftigten sich außerdem mit unterschiedlichen Aspekten des Themas. So stellte unter anderem Christoph Schwitalla vom Fraunhofer-Institut für Bauphysik den aktuellen Stand der Wissenschaft vor, wie weit inzwischen die Entwicklung der Rezyklierbarkeit von Dämmstoffen reicht.
Joachim Reinhardt, Institut für Energie und Umweltforschung (Ifeu), verwies auf einen besseren CO2-Fußabdruck durch eine Wiederverwendung oder stoffliche Verwertung von Dämmstoffen. Wichtig dafür sei aber ein hoher Grad an Sauberkeit und Sortenreinheit der rückgebauten Dämmstoffe, den es vor allem bei verklebten Dämmstoffen zu verbessern gelte.
Dr. Hans-Joachim Riechers, VDPM-Hauptgeschäftsführer, zeigte die Rolle der Wärmedämmung für die Erreichung eines klimaneutralen Gebäudebestandes auf. Klar sei aber auch, dass man nicht Jahr für Jahr 30 bis 40 Millionen Quadratmeter Wärmedämmung anbringen könne, ohne dafür ein Recycling-Konzept zu haben.
Dr. Frank Ziebeil, FZ-Recycling, stellte praktische Beispiele vor, wie auf Baustellen bereits heute Dämmstoffe aus den verschiedenen Einbausituationen sortenrein zurückgewonnen werden können.
Julius Schäufele, Concular, berichtete vom Stand des in Berlin geplanten Baumarktes für gebrauchte Baustoffe. Die Hersteller von Dämmstoffen erläuterten für die verschiedenen Dämmstoffe nach heutigem Stand der Technik mögliche Wiederverwendungs- und Recyclingwege.

zuletzt editiert am 16.12.2022