Ein freundlich lächelnder Geschäftsmann in einem dunkelblauen Sakko und weißem Hemd vor einem unscharfen, hellen Büro-Hintergrund.
Gerhard Hanke, Interim CEO und COO Zentral & Ost. (Quelle: Daniel Hinterramskogler/Wienerberger)

Industrie 2026-08-12T08:08:58.970Z Wienerberger: Umsatzwachstum dank Infrastruktur und Renovierung

Im zweiten Quartal 2026 steigerte Wienerberger den Umsatz gegenüber dem Vorjahr um 13 Prozent auf 1,4 Milliarden Euro (Q2 2025: 1,2 Milliarden Euro). Grundlage dafür waren nach Angaben des Unternehmens organisches Wachstum von 7 Prozent sowie ein Beitrag aus Akquisitionen von 6 Prozent. In den Bereichen Infrastruktur und Renovierung, die inzwischen mehr als 60 Prozent des Konzernumsatzes ausmachen, gebe es eine robuste Entwicklung, hebt Wienerberger in seinem Quartalsbericht hervor.

Das operative EBITDA sank auf 230 Millionen Euro (Q2 2025: 253 Millionen Euro), was einer operativen EBITDA-Marge von 16,3 Prozent entspricht (Q2 2025: 20,3 Prozent). Als Hauptgründe für den Rückgang des operativen Ergebnisses nennt Wienerberger die schwächer als erwartete Entwicklung im Wohnungsneubau, insbesondere in Nordamerika und Großbritannien, sowie die erhöhte Kosteninflation infolge geopolitischer Konflikte.

Gerhard Hanke, interimistischer CEO und COO Zentral & Ost von Wienerberger: „Mit der größten Portfoliotransformation in der Geschichte von Wienerberger haben wir den Schwerpunkt unseres Geschäfts auf die strukturell widerstandsfähigen Märkte Renovierung und Infrastruktur verlagert. Während die erwartete Erholung im Wohnungsneubau bislang ausgeblieben ist, bewährt sich diese strategische Neuausrichtung.“

Beim Wohnungsneubau sei auch in Deutschland die Nachfrage aufgrund der eingeschränkten Leistbarkeit und einer zurückhaltenden Investitionsbereitschaft hinter den Erwartungen zurückgeblieben, heißt es.

Ausblick

Angesichts der anhaltend eingeschränkten Leistbarkeit von Wohnbauprojekten, hoher Finanzierungskosten und fortbestehender geopolitischer Unsicherheiten rechnet das österreische Unternehmen damit, dass der Wohnungsneubau auch in den kommenden Quartalen schwach bleiben wird. Dies werde das EBITDA des Konzerns im Jahr 2026 voraussichtlich um rund 100 Millionen Euro gegenüber der ursprünglichen Prognose für 2026 belasten. Vor diesem Hintergrund erwartet der Konzern für das Gesamtjahr ein operatives EBITDA von 700 Millionen Euro.

zuletzt editiert am 12. August 2026
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