Qualitätssicherung in einem Hintermauer-Ziegelwerk von Wienerberger. (Quelle: Wienerberger)
Qualitätssicherung in einem Hintermauer-Ziegelwerk von Wienerberger. (Quelle: Wienerberger)

Industrie

13. May 2022 | Teilen auf:

Wienerberger mit deutlicher Umsatzsteigerung im ersten Quartal 2022

Die Wienerberger-Gruppe hat nach eigener Aussage im ersten Quartal 2022 ein „herausragendes Ergebnis“ erzielt, das an die „starke Performance des Vorjahres“ anknüpfe, wie das Unternehmen in einer Pressemitteilung zu den finalen Zahlen des ersten Quartals bekannt gegeben hat. Durch die anhaltend hohe Nachfrage in allen Märkten habe Wienerberger in den ersten drei Monaten eine starke Umsatzsteigerung von 45 Prozent auf 1,157 Milliarden Euro (Q1 2021: 797 Millionen Euro) erzielt. Das Ebitda für das erste Quartal 2022 konnte auf 228 Millionen Euro im Vergleich zum Vorjahr verdoppelt werden (Q1 2021: 106 Millionen Euro). Gründe dafür seien eine vorausschauende Beschaffungs- und Preispolitik sowie laufende Maßnahmen zur Effizienzsteigerung gewesen, weshalb diese Zahlen trotz eines volatilen Umfelds hätten erreicht werden können.

„Wir konnten in den ersten drei Monaten 2022 nahtlos an die sehr gute Performance des Vorjahres anknüpfen und haben das stärkste erste Quartal in unserer Geschichte erwirtschaftet. Das zeigt, dass wir bei Wienerberger die richtigen Entscheidungen getroffen haben und unser Geschäftsmodell – mit Fokus auf Neubau, Renovierung und Infrastruktur in 28 Märkten – wesentlich diversifizierter und resilienter aufgestellt haben. Die Entwicklung im ersten Jahresviertel war von einer anhaltend hohen Nachfrage, speziell im Bereich der Renovierung über nahezu alle unsere Märkte und Produktgruppen hinweg geprägt. Entsprechend hoch war die Kapazitätsauslastung in unseren Werken, um die starke Nachfrage unserer Kunden befriedigen zu können“, wird Wienerberger-Vorstandsvorsitzender Heimo Scheuch in der Mitteilung zitiert.

Performance in den Business Units

Die Business Unit Wienerberger Building Solutions konnte von der bereits im letzten Quartal des Vorjahres vorherrschenden positiven Marktstimmung weiter profitieren und verzeichnete im Vergleich zum ersten Quartal 2021 ein „sehr starkes Wachstum“ bei Umsatz und Ergebnis. Bezogen auf den Vorjahreszeitraum erhöhte sich der Außenumsatz in den ersten drei Monaten um 29 Prozent auf 617,7 Millionen Euro (Q1 2021: 478,5 Millionen Euro). Das operative Ebitda verbesserte sich im gleichen Zeitraum klar um 92 Prozent auf 145,6 Millionen Euro (Q1 2021: 75,7 Millionen Euro). Grundlage für dieses Wachstum bildete eine anhaltend sehr starke Nachfrage in nahezu allen Kernregionen des Unternehmens.

Innerhalb der Business Unit Wienerberger Piping Solutions setzte sich in den ersten drei Monaten des Berichtsjahres der positive Trend des Vorjahres weiter fort. Durch die nach wie vor angespannte Situation entlang der Lieferketten hätten sich auch die Inputkosten stark nach oben entwickelt. In Summe verzeichnete das Unternehmen erneut ein „zufriedenstellendes Wachstum“. Der Außenumsatz stieg auf insgesamt 331,1 Millionen Euro, was einer Steigerung von 38 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht (Q1 2021: 240,7 Millionen Euro), das operative Ebitda wuchs auf 36,5 Millionen Euro (Q1 2021: 20,8 Millionen Euro).

Ausblick 2022

Wienerberger blickt nach eigener Aussage derzeit auf ein starkes Marktumfeld und geht von einer leicht wachsenden Nachfrage im zweiten Quartal des Jahres aus und ist optimistisch, diese durch eine hohe Auslastung ihrer Kapazitäten befriedigen zu können.

Da der starke Anstieg der Inputkosten bereits in der zweiten Jahreshälfte des Vorjahres seinen Anfang genommen habe, geht das Unternehmen über den weiteren Verlauf des Jahres 2022 von einer etwas niedrigeren Aufwärtsbewegung aus.

Hinsichtlich der Versorgung mit Erdgas und Strom werde Wienerberger die auf dem Energiemarkt konsequent verfolgte Forward-Buying-Strategie weiter fortsetzen. Für das Jahr 2022 seien bereits 90 Prozent des gesamten von der Wienerberger Gruppe benötigten Gasvolumens gesichert, für die Jahre 2023 und 2024 liegt diese Quote bei 81 beziehungsweise 69 Prozent.

zuletzt editiert am 27.05.2022