Im Oktober meldeten 22,2 Prozent der Unternehmen gestrichene Projekte
Im Oktober meldeten 22,2 Prozent der Unternehmen gestrichene Projekte. (Quelle: Pixabay)

Ifo Institut 2023-11-06T14:52:34.175Z Weiterhin „harte Zeiten“ im Wohnungsbau

Die Stornierungswelle im Wohnungsbau reißt laut dem Ifo Institut nicht ab. Im Oktober meldeten 22,2 Prozent der Unternehmen gestrichene Projekte, im Vormonat waren es 21,4 Prozent. „Es wird immer schlimmer, mehr und mehr Projekte scheitern am gestiegenen Zinsniveau und den teuren Baupreisen“, sagt Klaus Wohlrabe, Leiter der Ifo Umfragen. „Das Neugeschäft im Wohnungsbau ist weiterhin sehr schwach, die Auftragsbestände der Firmen schmelzen ab.“   

Bereits 48,7 Prozent der Betriebe berichteten über Auftragsmangel, nach 46,6 Prozent im September. Vor einem Jahr, im Oktober 2022, lag der Anteil noch bei 18,7 Prozent. „Fast jeder zweite Betrieb im Wohnungsbau leidet mittlerweile unter Auftragsmangel und es werden jeden Monat mehr. Für einige wird die Situation bedrohlich, jedes zehnte Unternehmen meldete bereits Finanzierungsschwierigkeiten“, so Wohlrabe. Der Ausblick für den Wohnungsbau bleibe finster, die Unternehmen würfden sich auf harte Zeiten einstellen“. Die Erwartungen notierten den Angaben zufolge bei außerordentlich schlechten minus 63,9 Punkten.

zuletzt editiert am 30. November 2023
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