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Den höchsten jemals gemessene Wert an Aufträgen in einem Mai in Deutschland verzeichnet das Bauhauptgewerbe. Quelle: Pixabay

Bauwirtschaft

23. July 2021 | Teilen auf:

Weiterhin glänzende Auftragslage im Bauhauptgewerbe

Der reale (preisbereinigte) Auftragseingang im Bauhauptgewerbe war nach Angaben des Statistischen Bundesamtes im Mai 2021 kalender- und saisonbereinigt 1,3 Prozent niedriger als im April 2021. Im Vergleich zum Vorjahresmonat war der reale, kalenderbereinigte Auftragseingang im Mai 2021 allerdings um 8,4 Prozent höher. In den ersten fünf Monaten des Jahres 2021 stiegen die realen Auftragseingänge gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 2,7 Prozent.

Nominal betrug der Auftragseingang im Bauhauptgewerbe im Mai 2021 rund 7,7 Milliarden Euro. Wegen der stark gestiegenen Baupreise waren das nominal (nicht preisbereinigt) 14,6 Prozent mehr als im Mai 2020 und damit der höchste jemals gemessene Wert an Aufträgen in einem Mai in Deutschland. In den ersten fünf Monaten 2021 stiegen die Auftragseingänge im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 5,8 Prozent.

Nach den Daten des Statistischen Bundesamtes erreichte der Umsatz im Bauhauptgewerbe in den Betrieben mit mehr als 20 Beschäftigten im Mai rund 8,0 Milliarden Euro (+ 0,4 Prozent). Bis zum Mai erwirtschafteten die Bauunternehmen insgesamt rund 32,4 Milliarden Euro (- 4,4 Prozent). "Die Umsatzentwicklung im Bauhauptgewerbe wird aktuell vor allem durch Knappheiten und steigende Preise bei Vorprodukten gebremst", sagt Tim-Oliver Müller, Hauptgeschäftsführer des Hauptverbandes der Deutschen Bauindustrie. "Fehlende Baumaterialien führen zu Verzögerungen bei Bauprojekten, die dann natürlich auch (noch) nicht abgerechnet werden können", erläuterte Müller die aktuelle Situation.