Verbändebündnis Soziales Wohnen (Quelle: Screenshot/Redaktion)
Deutschland stehe vor einer „greifbaren Wende auf dem Wohnungsmarkt“, so das Verbändebündnis „Soziales Wohnen“ auf einer Pressekonferenz. (Quelle: Screenshot/Redaktion)

Bauwirtschaft

17. January 2022 | Teilen auf:

Verbändebündnis fordert „Sonderfonds Wohnen“

Auf einer Pressekonferenz am 14. Januar in Berlin hat das Verbändebündnis „Soziales Wohnen“ von der Ampel-Regierung einen„Sonderfonds Wohnen“ gefordert. Mindestens sechs Milliarden Euro an Fördergeldern seien nötig, allein für das soziale und bezahlbare Wohnen, um die in der Koalition verabredete Neubau-Offensive umzusetzen. Nur so werde es gelingen, die geplanten 100.000 Sozialwohnungen und zusätzlich noch einmal 60.000 bezahlbare Wohnungen, die notwendig seien, pro Jahr nach den aktuell geltenden Energiespar-Standards neu zu bauen. Zu diesen Ergebnissen kommt eine aktuelle Wohnungsbau-Studie, die das Pestel-Institut im Auftrag vom Verbändebündnis gemacht hat.

„Die Ampel-Regierung hat einen sozialen Bauplan für Deutschland vorgelegt. Sie schlägt damit ein neues Kapitel in der Wohnungsbaupolitik auf. Die Chance auf mehr soziales und bezahlbares Wohnen war seit Jahren nicht mehr so greifbar wie jetzt. Damit kann eine ‚soziale Ampel-Wende‘ auf dem Wohnungsmarkt gelingen“, so das Verbändebündnis, in dem sich der Bundesverband Deutscher Baustoff-Fachhandel (BDB), die Deutsche Gesellschaft für Mauerwerks- und Wohnungsbau (DGfM), der Deutsche Mieterbund (DMB), die Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU) sowie die Caritas Behindertenhilfe und Psychiatrie (CBP) zusammengeschlossen haben.

In einem Statement sieht BDB-Präsidentin Katharina Metzger den Staat als „Mit-Kostentreiber“ beim Baumaterial. „Die Lieferengpässe für Baumaterialien, die vor allem durch die Pandemie, aber auch durch Unwetter zustande kamen, sind – wie erwartet – im letzten Halbjahr in den meisten Produktbereichen wieder deutlich zurückgegangen. Unterm Strich ist festzuhalten, dass in 2021 mehr gebaut wurde als im Vorjahr – und das auf ohnehin schon hohem Niveau“, so Metzger. „Deutlich schwieriger für den Fachhandel sind die Preiserhöhungen, die vielfach auf gestiegene Energiekosten zurückgehen. Hier ist der Staat maßgeblicher Kostentreiber. Denn CO2-Steuern, die Abkehr von bestehenden, versorgungssicheren Energien und weitere Abgabenerhöhungen haben nach wie vor deutlich preistreibende Effekte.“

In der Februar-Ausgabe lesen Abonnenten einen ausführlichen Bericht zur Pressekonferenz und der Studie des Pestel-Instituts.

zuletzt editiert am 17.01.2022