Finanzvorstand Heinz Leibundgut (Quelle: Uzin Utz)
Finanzvorstand Heinz Leibundgut. (Quelle: Uzin Utz)

Industrie

15. November 2021 | Teilen auf:

Uzin Utz setzt positive Geschäftsentwicklung fort

Uzin Utz hat nach eigener Aussage die erfolgreiche Geschäftsentwicklung trotz massiver Preissteigerungen bei Energie- und Rohstoffkosten fortgesetzt: Das Umsatzwachstum des Konzerns ist laut Pressemitteilung in den ersten neun Monaten des Jahres um 15,1 Prozent auf 329,8 Millionen Euro gestiegen und liegt damit 43,4 Millionen Euro über dem Vorjahresniveau (286,5 Millionen Euro). Zum Halbjahr hatte der Konzernumsatz bei 221,7 Millionen Euro gelegen. Mit 39,3 Millionen Euro liegt das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) zum 30. September mit einer Steigerung in Höhe von 50,2 Prozent ebenfalls deutlich über Vorjahr (26,1 Millionen Euro). Zum Halbjahr hatte der Konzern ein Ebit von 29,0 Millionen Euro vermeldet.

Laut Heinz Leibundgut, Finanzvorstand bei Uzin Utz, bleibt die Gesamtsituation dennoch angespannt: „Leider mussten wir in den letzten Monaten erleben, dass das globale Gleichgewicht in Bezug auf intakte Abläufe sowie Liefer- und Versorgungsketten durch verschiedenste Ursachen massiv gestört wurde. Die anhaltenden Folgen der Corona-Pandemie und weitere nicht kalkulierbare Einflüsse führten zu großen Versorgungsproblemen, von denen auch wir nicht verschont blieben.“

Gleichzeitig hat das Unternehmen nach eigenen Angaben substanzielle Fortschritte bei der Umsetzung der Strategie „Passion 2025“ erzielt und in den letzten Monaten weitere Meilensteine erreicht. Eines der jüngsten Beispiele sei die Einführung des Biomass-Balance-Verfahrens. Seit Mai 2021 verwendet der Ulmer Komplettanbieter für Bodensysteme biomassebasierte Bindemittel und reduziere damit die CO2-Emissionen rohstoffseitig um circa 3.000 Tonnen pro Jahr. Möglich mache dies der Biomassenbilanz-Ansatz (Biomass Balance, BMB). Außerdem würden verstärkt nachhaltige Verpackungssysteme in den Fokus der Aktivitäten gerückt.

Die Reduktion der CO2-Emissionen bleibe eine der wichtigsten Prioritäten für Uzin Utz. Das absolute Reduktionsziel für klimaschädliche Emissionen aus Scope 1 und 2 liege bis 2025 bei 25 Prozent. „Insbesondere der Wandel hin zu einer klimapositiven Zukunft ist wichtiger denn je – auch für unsere Kunden. Daher werden wir weiterhin intensiv daran arbeiten, unsere Initiativen in diesen Bereichen konsequent nach vorne zu treiben“, so Leibundgut.

Uzin Utz geht für den weiteren Verlauf des Geschäftsjahres 2021 davon aus, dass das Ergebnis im vierten Quartal durch die weiter steigenden Preise bei Rohstoffen und Fracht belastet sein wird. „Dennoch bleiben wir trotz der Herausforderungen zuversichtlich, unsere Ziele für das Gesamtjahr zu erreichen und am Ende des Geschäftsjahres über dem Vorjahresniveau zu liegen. Die Baubranche zeigt sich robust und die Nachfrage nach neuen Wohnungen und Häusern bleibt weiterhin hoch“, so der Finanzvorstand abschließend.

zuletzt editiert am 26.11.2021