Mitte April trafen sich die Mitglieder des Arbeitskreises Strukturwandel des Gesprächskreises Baustoffindustrie im BDB zu ihrer Frühjahrssitzung auf Einladung von PCI in Augsburg. In einer kurzen Präsentation erläuterte Ralph Spielmann, Mitglied der Geschäftsführung bei Sika, die Änderungen beim Bauchemiehersteller durch die Eingliederung in Sika Deutschland. Christopher Kramp, Marktanalyst bei Heinze, stellte den anwesenden Gästen aktuelle Branchenzahlen für den Hochbau vor. Besonders im Wohnungsbau sei die Lage sehr ernst, erklärte Kramp, im Wirtschaftsbau hingegen seien die Zahlen etwas besser. Die Gruppe nimmt nach Aussage einiger Mitglieder die Situation jedoch deutlich schwieriger wahr als geschildert.
Im Rahmen des Treffens gab BDB-Hauptgeschäftsführer Michael Hölker auch einen Überblick über die Verbandsarbeit im politischen Berlin. Dabei hob er insbesondere die Veranstaltung des Bündnisses „Soziales Wohnen“ im Januar und den 15. Wohnungsbau-Tag im April hervor. Beide Initiativen sowie weitere Aktionen organisiert und koordiniert der Verband, um einen regelmäßigen Austausch mit politischen Akteuren zur gegenseitigen Information und Kommunikation zu ermöglichen. Die Themen beider Veranstaltungen waren die deutlich zu geringe Anzahl an Sozialwohnungen sowie der mangelnde Wohnraum generell. Beim Wohnungsbau-Tag wurde zudem in einer Studie die volkswirtschaftliche Bedeutung des Wohnungsbaus dargestellt, sowie die weitere Kostensteigerung im Geschoßwohnungsbau aufgrund staatlicher Vorgaben und Förderauslegungen. Als Lösungsansatz wurde ein Modellhaus vorgestellt, dass auf Basis des gesetzlichen Standards einen vernünftigen Standard vorschlägt - den Regelstandard E -, der ohne Fördergelder zu Bauchancen führt. Hölker verwies auf die enorme Resonanz dieser Initiativen in der Tagespresse und damit die Möglichkeiten der Baustoff-Fachhändler, ihre Positionen zu platzieren. Der BDB wird den Mitgliedern des Arbeitskreises eine Kurzfassung der Studien als Arbeitspapier für weitere Gespräche mit Politikern zur Verfügung stellen.
Ein weiteres Thema der Sitzung war die kommende BAU im Januar 2025 in München. Die Meinungen zur Bedeutung der Messe gingen auseinander. Einig waren sich die Anwesenden in dem Aspekt, dass die Messe München zu wenig auf die Anregungen der Aussteller eingehe, um die Attraktivität der Messe aufrecht zu erhalten. Kritisiert wurden zudem die hohen Kosten für die Teilnahme sowie die sehr aufwändige Anmeldung für Besuchergruppen.
Im Herbst wird sich die AG auf Einladung von James Hardie und HplusH in Düsseldorf treffen.
