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Quelle: BDB

Fachhandel 2024-11-19T08:51:57.551Z Transformationstreiber entlang der Wertschöpfungskette

Anlässlich der Mitgliederversammlung des Gesprächskreises Baustoffindustrie/Bundesverband Deutscher Baustoff-Fachhandel (GSKR) traf sich die Arbeitsgruppe (AG) Baufokus des GSKR zu ihrer turnusmäßigen Sitzung Mitte November in Büdelsdorf. Bei dieser Sitzung standen Informationen rund um und Diskussionen zum modularen und seriellen Bauen sowie Aspekte der Nachhaltigkeit im Mittelpunkt.

In einem Impulsvortrag schilderte Dipl.-Ökonom Michael Neitzel (Neitzel Consultants) die Prozesse und Kommissionsrunden etc., die schlussendlich zum Rahmenvertrag 1.0 zum seriellen Bauen mit dem Bundesverband deutscher Wohnungs- und Immobilienunternehmen (GdW) führten. Eine Evaluation dieser Vereinbarung führte zur aktuellen Version 2.0, in der viele Aspekte (Vergaberecht, Planungshoheit, baukulturelle Qualität) Berücksichtigung fanden.

Neitzel stellte klar, dass diese Art des Bauens nur eine Art neben vielen weiteren Möglichkeiten ist. Bezüglich der oft gehörten Aussagen, das deutsche Bauwesen hinke bei der Produktivitätssteigerung und Digitalisierung hinterher meinte er aber auch: „Serielles modulares systemisches Bauen ist ein Transformationstreiber entlang der Wertschöpfungskette Bau!“

Die Runde diskutierte anschließend angeregt, welche Folgen dies für den Baustoff-Fachhandel habe. Die Notwendigkeit zur stets weiter steigenden Expertise in der (auch Architektur-)Beratung und der Logistik sieht die Runde als existenziell für den Fachhandel an – auch und gerade angesichts globaler Akteure und neuer Geschäftsmodelle im Baustoffvertrieb.  

Nachhaltigkeit ist kein Trend, sondern Grundlage zukünftigen Handelns

Alexander Geißels, Leiter Public Affairs, Verbandswesen und Nachhaltigkeit bei Saint-Gobain sowie Leiter der AG Nachhaltigkeit im GSKR gab anschließend einen vertieften Blick in die Arbeit der AG. Die seit rund einem Jahr existierende AG kommt in der Abarbeitung Ihrer Aufgaben:

- Grundüberzeugung formulieren: Bauen ist sinnvoll und notwendig

- Leitfaden für die Mitglieder erstellen

- Empfehlungen erarbeiten für a. Tagesgeschäft, b. politische Entscheider

gut voran. Der angekündigte Leitfaden steht kurz vor Fertigstellung.

Auch hier diskutierte die Runde über die Inhalte: Gerade das Thema „Greenwashing“ in Marketing und Kommunikation sowie die (Nicht-)Bereitschaft der Kunden, für die Leistungen von Industrie und Handel rund um die Nachhaltigkeit auch zu zahlen, kamen intensiv zur Sprache.

zuletzt editiert am 03. Dezember 2024
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