Grafik
Munich Strategy Befragung von Entscheidern der Baubranche gesamt. (Quelle: Munich Strategy)

2024-01-30T09:42:19.301Z „Stimmungsbarometer Hochbau 2024“: Handel besonders pessimistisch

Für das "Stimmungsbarometer Hochbau 2024” hat die Unternehmensberatung Munich Strategy eigenen Angaben zufolge über 234 Entscheider der Bauindustrie zu ihrer aktuellen Stimmungslage und ihren Erwartungen für das Jahr 2024 befragt, darunter seien auch Baumaterialhersteller, Handwerksunternehmen und der Baustoffhandel. Fazit der Studie: Die Stimmung in der Branche sei deutlich getrübt. Am pessimistischsten bewerte der Handel seine Lage, während das Handwerk nur von einer vorübergehenden Abkühlung ausgehe. Materialhersteller erwarten der Mitteilung zufolge gegenüber 2023 den größten Einbruch.

„Im Jahr 2023 erlebten viele Unternehmen einen Einbruch, konnten jedoch noch von den Auftragspolstern der vorherigen Jahre profitieren. Dieser Vorteil schwindet im Jahr 2024“, wird Dr. Sebastian Theopold, Studienautor bei Munich Strategy, in der Mitteilung zitiert.

2023 verzeichneten laut der Unternehmensberatung 70 Prozent der befragten Unternehmen eine Stagnation, 24 Prozent eine Verschlechterung der Auftragslage. Für 2024 erwarten laut der Studie nur noch 31 Prozent der Entscheider eine Stagnation und 62 Prozent eine weitere Verschlechterung.

Am schlechtesten bewertet der Handel in der Studie seine gegenwärtige Lage: Neun von zehn Handelshäusern sagen, dass sich ihre Geschäftslage 2023 verschlechtert hat. 65 Prozent gehen laut der Studie auch für 2024 von einer nachlassenden Nachfrage aus. Der Anteil der ertrags- und finanzstarken Akteure im Handel habe sich bereits seit 2022 reduziert. Munich Strategy erwartet, dass 2024 Übernahmen und Geschäftsaufgaben die Konzentration verstärken werden.

Acht von zehn Handwerksunternehmen sagen in der Studie, dass sich ihre Auftragslage in den letzten sechs Monaten verschlechtert hat. Gleichzeitig seien die Auftragsbücher im Schnitt noch immer für die nächsten drei Monate gefüllt. 62 Prozent der Betriebe gehen der Studie zufolge auch nur von einer zeitweisen Abkühlung aus und rechnen damit, dass Mitte des Jahres 2024 die Auftragslage wieder anzieht.

zuletzt editiert am 30. Januar 2024
Newsletter