Der Hersteller hat in Markt Bibart seinen 22. Produktionsstandort erworben.
Der Hersteller hat in Markt Bibart seinen 22. Produktionsstandort erworben. (Quelle: Egger Holzwerkstoffe)

Industrie 2024-01-04T09:28:49.431Z Stabile Geschäftsentwicklung bei der Egger-Gruppe 

Mit einem konsolidierten Umsatz von 2,1 Milliarden Euro (-7,0 Prozent zum Vorjahr) hat die Egger-Gruppe mit Stammsitz in St. Johann in Tirol das erste Halbjahr ihres Geschäftsjahres 2023/2024 (Stichtag 31. Oktober 2023) abgeschlossen. Das Unternehmensumfeld gestaltete sich herausfordernd aufgrund anhaltend hoher Inflation, hoher Zinsen, volatiler Rohstoffpreise und geopolitischer Krisen, heißt es in einer Mitteilung. Angesichts dieser Gemengelage ziehe der Holzwerkstoffhersteller ein zufriedenes Resümee ob seiner stabilen Entwicklung im ersten Halbjahr 2023/2024.

Thomas Leissing, Sprecher der Egger-Gruppenleitung und verantwortlich für Finanzen und Verwaltung: „Die ersten sechs Monate unseres Geschäftsjahres haben uns viel abverlangt. Die anhaltend hohe Inflation in vielen Regionen, die verschärften Kapitalanforderungen in der Eigenheimbeschaffung und die weltweiten geopolitischen Unsicherheiten bedingten eine generelle Konsumschwäche und Nachfragerückgänge in fast allen Märkten. Wir verdanken es dem Einsatz unserer über 11.000 Mitarbeitenden, dass wir dennoch einen gruppenweiten Umsatz berichten können, der nur leicht rückläufig ausfiel. Insbesondere freuen wir uns, dass wir im abgelaufenen ersten Halbjahr 2023/2024 erfolgreich strategisch richtungsweisende Entscheidungen auf den Weg bringen konnten, wie den Erwerb unseres 22. Produktionsstandorts in Markt Bibart und das Klimaschutz-Bekenntnis der Gruppe zum Net Zero Ziel 2050.“

Nachfragerückgang zu verzeichnen

Im ersten Halbjahr 2023/2024 erzielte die Unternehmensgruppe nach eigenen Angaben einen Umsatz von 2.097,8 Millionen Euro und ein EBITDA von 299,2 Millionen Euro (-15,4 Prozent zum Vorjahreszeitraum). Die EBITDA-Marge betrage 14,3 Prozent, die Eigenkapitalquote liege auf dem hohen Niveau von 44,9 Prozent. Wie der Mitteilung zu entnehmen ist, betreffen Umsatz- und Ergebnisrückgänge überproportional die Produktbereiche Fußboden, OSB und Schnittholz. Der Vorjahreszeitraum sei allerdings teilweise noch von einem außergewöhnlich guten Marktumfeld und Margenniveau geprägt gewesen. Die Produkte für den konstruktiven Holzbau und Fußboden seien nun direkt von der rückläufigen Bauindustrie betroffen. Positive Effekte auf die Umsatzentwicklung im Bereich der dekorativen Produkte für den Möbel- und Innenausbau hätten sich aus dem erstmaligen Einbezug des Werks Caorso in Italien ergaben, an dem der Hersteller seit Ende 2022 eine Mehrheitsbeteiligung hält. Darüber hinaus konnte das Werk in Lexington, North Carolina, Mengensteigerungen durch den weiteren Marktausbau in den USA erreichen, heißt es in der Mitteilung weiter.

zuletzt editiert am 05. Januar 2024
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