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Sika wächst trotz Corona-Pandemie. (Quelle: Sika)

Industrie

22. February 2022 | Teilen auf:

Sika meldet „Rekordergebnisse“ für 2021 bei Umsatz und Gewinn

Sika hat nun noch einmal aktualisierte Zahlen für das Geschäftsjahr 2021 vermeldet, nachdem es erste Zahlen bereits Mitte Januar verkündet hatte. Der Umsatz betrug in 2021 9,25 Milliarden Schweizer Franken (circa 8,9 Milliarden Euro), was einen „Rekord“ bedeute. In Lokalwährungen entspreche dies einem Zuwachs von 17,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.

Neben dem „Umsatzrekord“ konnte Sika auch beim Gewinn trotz eines extremen Anstiegs der Rohmaterialkosten neue „Rekordwerte“ erzielen. Durch Preiserhöhungen, konsequentes Kostenmanagement und Skaleneffekte, Effizienzgewinne und Synergien aus Akquisitionen hätten die hohen Rohmaterialkosten auf Ebit-Stufe kompensiert und gleichzeitig der Ebit deutlich gesteigert werden können, heißt es weiter in der Mitteilung. Dieser betrug 1,39 Milliarden Schweizer Franken (circa 1,34 Milliarden Euro), das entspricht einer Zuwachsrate von 23,1 Prozent. Die Ebit-Marge belief sich auf 15,0 Prozent (Vorjahr: Ebit-Marge 14,4 Prozent). Entsprechend habe sich auch der Reingewinn mit einer deutlichen Steigerung von 27,1 Prozent auf einen Gesamtwert von 1,05 Milliarden Schweizer Franken (circa 1,01 Milliarden Euro) erhöht.

Generell habe sich die Wirtschaft im Jahr 2021 schneller als erwartet von den Folgen der Pandemie erholt. Dabei habedas starke Wachstum des Bausektors eine bedeutende Rolle gespielt. Sika konnte laut Mitteilung im Jahr 2021 in allen Regionen wachsen. Außerdem wurde das Distributionsgeschäft in allen Regionen signifikant ausgebaut.

Die Region EMEA (Europa, Naher Osten, Afrika) erzielte eine Umsatzsteigerung in Lokalwährungen von 16,1 Prozent (Vorjahr: 4,4 Prozent). Wie schon im Jahr zuvor seien das Distributions- und Renovationsgeschäft stärker als die anderen Geschäftsfelder gewachsen. Nahezu alle Länder der Region hätten zweistellige Wachstumsraten generieren können. Von einem Wachstumsschub profitierten die Länder des Nahen Ostens, Osteuropas einschließlich Russland, Großbritannien sowie die Länder Afrikas. Generell nahmen die Einkäufe von Sika Produktlösungen über E-Commerce-Plattformen überdurchschnittlich stark zu, heißt es weiter in der Mitteilung.

Update Akquisition von MBCC

Auch zur im November 2021 erfolgten verbindlichen Vereinbarung zur Übernahme der MBCC-Gruppe hat Sika in der Pressemitteilung ein Update gegeben. Die Übernahme werde Sikas Angebot in vier von fünf Kerntechnologien und sieben von acht Zielmärkten ergänzen und erweitern sowie die geografische Präsenz stärken. Mit der Transaktion entstehe ein Schlüsselspieler für mehr Nachhaltigkeit, so die eigene Aussage.

Der Markt für bauchemische Produkte und Lösungen werde bis 2023 auf rund 80 Milliarden Schweizer Franken (circa 76,14 Milliarden Euro Euro) wachsen und biete auch nach der Übernahme von MBCC durch Sika aufgrund seiner starken Fragmentierung große Wachstumsmöglichkeiten. Rund 53 Prozent des MBCC-Umsatzes von 2,9 Milliarden Schweizer Franken (circa 2,76 Milliarden Euro) fallen in den Bereich der Construction Systems, die restlichen 47 Prozent in den Bereich der Betonzusatzmittel. Die Übernahme erfolgt vorbehaltlich der behördlichen Genehmigungen. Sika ist überzeugt, alle Genehmigungen zeitnah zu erhalten und wird dazu eng mit den Behörden zusammenarbeiten. Der Abschluss der Akquisition ist unverändert für die zweite Hälfte 2022 geplant.

Ausblick

Sika bestätigt in der erneuten Geschäftsjahres-Mitteilung die strategischen Ziele 2023. Das Unternehmen bleibe weiterhin auf langfristigen Erfolg und profitables Wachstum ausgerichtet. Mit dem Fokus auf die sechs Eckpfeiler – Marktdurchdringung, Innovation, operative Effizienz, Akquisitionen, starke Unternehmenswerte und Nachhaltigkeit – will Sika bis 2023 jährlich um 6 bis 8 Prozent in Lokalwährungen wachsen.

Für das Geschäftsjahr 2022 erwartet Sika eine Umsatzsteigerung in Lokalwährungen von deutlich mehr als 10 Prozent und sollte damit erstmals die Grenze von 10 Milliarden Schweizer Franken (circa 9,62 Milliarden Euro) überschreiten. Ebenfalls erwartet wird eine überproportionale Ebit-Steigerung.

zuletzt editiert am 22.02.2022