Zu sehen ist ein großes puristisches Esszimmer mit einem rechteckigen dunklen Tisch, an jeder langen Seite stehen drei weiße Stühle, der Betrachter schaut auf die kurze Stirnseite des Tisches. Im Hintergrund ist ein großes, bodentiefes Schiebefensterelement zu sehen, dessen linker Flügel aufgeschoben ist. Rechts vom Fenster stehen drei unterschiedlich große rundliche Bodenvasen, in der größten stehen getrocknete Haselnussäste. Der Ausblick zeigt eine grüne hügelige Wald- und Wiesenlandschaft.
Entgegen der bislang dominierenden Annahme war das Minus auf dem österreichischen Fenstermarkt jedoch nicht auf einen rückläufigen Neubau zurückzuführen, vielmehr brach – wie bereits während der Eurokrise 2013 – der Sanierungsmarkt ein. Quelle: Internorm
11. March 2021 | Teilen auf:

Österreich hat keine Lust auf Fenstersanierung

Die wirtschaftlichen Verwerfungen als Folge der Corona-Pandemie haben im vergangenen Jahr im Markt für Fenster und Hebeschiebetüren eine deutliche Delle verursacht. Laut aktuellem Branchenradar Fenster in Österreich sank im Jahr 2020 die Nachfrage um 2,8 Prozent gegenüber Vorjahr auf rund 2,16 Millionen Fensterflügel. Entgegen der bislang dominierenden Annahme war das Minus jedoch nicht auf einen rückläufigen Neubau zurückzuführen, vielmehr brach – wie bereits während der Eurokrise 2013 – der Sanierungsmarkt ein. Im Vergleich zu 2019 schrumpfte die Nachfrage um nahezu sechs Prozent. Speziell private Haushalte schichteten offenbar in weitaus geringerem Umfang als bislang angenommen übliche Konsumausgaben (etwa für Reisen oder Freizeiteinrichtungen) in Eigenheiminvestitionen um und parkten stattdessen das nicht ausgegebene Geld lieber vorsorglich am Sparkonto.

Dass die Hersteller mit der Jahresbilanz des vergangenen Jahres alles in allem doch zufrieden sein können, lag nach Angaben der Marktforscher einzig an den steigenden Preisen. Im Jahresabstand zog der Durchschnittspreis eines Fensters um 3,5 Prozent an, wodurch sich die Herstellererlöse moderat um 0,7 Prozent auf 863 Millionen Euro erhöhten. Ein Umsatzplus gab es jedoch nur bei Kunststoff- und Aluminiumfenstern. Holzfenster und Holzfenster mit Aluvorsatzschale (Holz/Alu) entwickelten sich auch erlösseitig negativ.

Dennoch prognostizieren die Analysen für dieses und nächstes Jahr ein Erlösplus von jeweils knapp fünf Prozent gegenüber Vorjahr. Angeschoben werde der Markt weiterhin vom Neubau, hinzu kommen voraussichtlich deutliche Impulse vom Sanierungsmarkt.