Nordwest hat das Geschäftsjahr 2025 mit einem Geschäftsvolumen von 4,6 Milliarden Euro abgeschlossen und lag damit nahezu auf Vorjahresniveau (+0,2 Prozent). Der Vorstand zeigte sich auf der Bilanpressekonferenz in der Dortmunder Unternehmenszentrale angesichts des insgesamt herausfordernden konjunkturellen Umfelds zufrieden mit dem Ergebnis. Es sei nicht die Zeit für Riesengewinne im Großhandel, war vor Ort zu hören. Wachstum könne momentan praktisch nur über Neuzugänge generiert werden, nicht über das Bestandskundengeschäft, erläuterte Vorstand Jörg Simon. Die Anzahl der Fachhandelspartner konnte die Verbundgruppe 2025 um 69 auf insgesamt 1.321 steigern.
Im Geschäftsbereich Bau wurde der Vorjahreswert mit einem Minus von 2,8 Prozent verfehlt. Belastend wirkten die weiterhin angespannte Lage im Bausektor sowie der Verlust eines großen Fachhandelspartners (VBH) in der zweiten Jahreshälfte 2025. In den ersten drei Monaten des laufenden Geschäftsjahres hat Nordwest ein Geschäftsvolumen von 1,2 Milliarden Euro erzielt. Damit lag die Entwicklung insgesamt mit -0,8 Prozent nur leicht unter dem Vorjahreswert im ersten Quartal. Besonders herausfordernd ist und bleibt jedoch die Situation im Geschäftsbereich Bau, der in den ersten drei Monaten des Jahres ein Minus von 22 Prozent verzeichnen musste.
Ein Meilenstein sei die Inbetriebnahme des neuen Logistikzentrums in Alsfeld, mit dem man den Fachhandelspartnern einen deutlichen Mehrwert bieten könne. Wie die Vorstände in der im Phoenix Park gelegenen Zentrale weiter betonten, ist Wachstum in Europa ein wesentlicher Teil der aktuellen Nordwest-Strategie. 2024 wurden rund 96 Prozent des Umsatzes in Deutschland erzielt, nur rund vier Prozent im Ausland. Es gebe also noch viel Potenzial.
Wir waren vor Ort und berichten in der Juni-Ausgabe über die Geschäftsentwicklung, die Strategie der Verbundgruppe sowie die Überschneidungen zum Baustoffhandel.
