Nach drei Jahren mit rückläufigem Absatz zeichnet sich laut aktueller Fenstermarktstudie von Interconnection Consulting eine vorsichtige Trendwende am westeuropäischen Fenstermarkt ab. Das Absatzvolumen wird laut Interconnection voraussichtlich um 1,2 Prozent zulegen. Von einer vollständigen Erholung sei der Markt jedoch noch ein gutes Stück entfernt.
„Das Vorkrisenniveau ist vielerorts noch nicht erreicht und die Entwicklung verläuft innerhalb Westeuropas zunehmend unterschiedlich“, berichtet Studienautor Laszlo Barla. Die Erholung des Fenstermarktes sei kein flächendeckender Aufschwung, sondern werde von den einzelnen Regionen und Ländern in unterschiedlichem Tempo getragen.
Wichtige Impulse aus DACH-Raum
Demnach gibt der DACH-Raum in diesem Jahr wichtige Impulse für die Erholung des westeuropäischen Fenstermarktes: Das Absatzvolumen steigt laut Studie voraussichtlich um 2,3 Prozent auf 16,8 Millionen Fenstereinheiten. Bemerkenswert sei dabei die Diskrepanz zwischen dem deutlichen Anstieg der Baugenehmigungen und der moderateren Entwicklung der tatsächlichen Baubeginne.
Dies deute darauf hin, dass Projektentwickler zunehmend neue Vorhaben vorbereiten, bei der tatsächlichen Umsetzung jedoch weiterhin vorsichtig agieren. „Insbesondere in Deutschland bremsen der Nahostkonflikt und ein erneuter Anstieg der Baukosten die Dynamik und stellen zusätzliche Herausforderungen für Projektentwickler und Bauunternehmen dar“, so Barla.
Nicht-Wohnbau dynamischer als Wohnbau
Laut Mitteilung entwickelt sich dabei der Nicht-Wohnbau am aggregierten Fenstermarkt in Westeuropa etwas besser als der Wohnbau und wird voraussichtlich um 1,7 Prozent auf 19,3 Millionen Fenstereinheiten zulegen, während der Wohnbau lediglich um 1,0 Prozent auf 40,4 Millionen Einheiten wächst. Barla kommentiert: „Der Wohnungsneubau bleibt derzeit der entscheidende Bremsfaktor für die Erholung des Fenstermarktes, da hohe Baukosten und die eingeschränkte Leistbarkeit von Wohnraum die Nachfrage weiterhin dämpfen.“
