Attila Gerhäuser, Hauptgeschäftsführer des Bundesverbandes der Deutschen Ziegelindustrie e. V. (BVZi), gibt in einer Pressemitteilung einen Ausblick auf das Jahr 2024. Als Branche mit langer Tradition und entsprechendem Erfahrungsschatz sei die deutsche Ziegelindustrie resilient und könne daher auch dieses zweite herausfordernde Jahr in Folge meistern. Das zurückliegende Jahr habe Spuren hinterlassen, Absatzprobleme, temporäre und dauerhafte Werksschließungen sowie Kurzarbeit hätten den Geschäftsverlauf einiger Mitgliedsunternehmen gekennzeichnet. Auch die Sanierungsquote, die besonders für die Dachziegelindustrie ein zweites Standbein darstelle, sei weiter gesunken. „Die angespannte konjunkturelle Lage wird laut jüngster Prognosen auch 2024 zunächst anhalten“, äußert sich Gerhäuser.
Auch die Prognosen des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) für 2024 sowie des Spitzenverbands der Wohnungswirtschaft GdW würden zeigen, dass „viel auf dem Spiel steht“. Deswegen sei es umso wichtiger, dass sich die Politik endlich auf eine klare und auskömmliche finanzielle Förderung des Wohnungsbaus einige und durchgängig stabile Rahmenbedingungen für die deutsche Wirtschaft, also auch für die Unternehmen der Bau-, Wohnungs- und Immobilienbranche schaffe. „Um die Bauwende sozial, ökologisch und ökonomisch ausgewogen – aber vor allem zügig – umzusetzen, ist politischer Pragmatismus gefordert. Unsere weitgehend mittelständisch geprägten Unternehmen stehen für Technologieoffenheit. Ihre Ziegelprodukte sind für das klimabewusste Bauen und die Realisierung bezahlbaren Wohnraums unverzichtbar“, betont der BVZi-Hauptgeschäftsführer.
„Wir Ziegler brauchen – wie die gesamte deutsche Industrie – Planungs- und Investitionssicherheit. Sei es bei der Versorgung mit Energie zu wettbewerbsfähigen Preisen. Sei es bei der Transformation hin zu einer klimaneutralen Produktion. Nur mit einer technologieoffenen politischen Flankierung und Schaffung der notwendigen flächendeckenden Infrastruktur kann diese gesamtgesellschaftliche Herkulesaufgabe gelingen“, erläutert Gerhäuser weiter.
„Unsere Wettbewerbsfähigkeit werden wir 2024 einmal mehr – unter erschwerten Bedingungen – unter Beweis stellen. Aber ich bin fest überzeugt, dass unseren hochinnovativen und traditionsreichen Mitgliedsunternehmen auch dieser Kraftakt gelingt. Denn die Beliebtheit des Ziegels ist bei Planern und Bauherren nach wie vor ungebrochen. Sie wissen, dass sie mit dem natürlichen, flexibel einsetzbaren, recyclingfähigen Baustoff kostengünstig bezahlbaren und nachhaltigen Wohnraum schaffen können. Und darum geht es: Nachhaltig langlebig bauen. Bezahlbar! Die deutsche Ziegelindustrie wird ihren Beitrag dazu leisten. Wir bleiben auch im neuen Jahr auf Kurs – auf unserem Weg in eine klimabewusste, wirtschaftlich vernünftige, soziale und nachhaltige Zukunft“, resümiert Gerhäuser in seinem Statement abschließend.
