Autobahn (Quelle: Pixabay)
Die hohen Energiepreise belasten die Logistikbranche. (Quelle: Pixabay)

Bauwirtschaft

08. April 2022 | Teilen auf:

Insolvenzwelle in der Transportbranche befürchtet

Der Bundesverband Großhandel, Außenhandel, Dienstleistungen (BGA) hat vor den Auswirkungen der hohen Energiekosten auf die Logistikbranche gewarnt. „Insbesondere kleine und mittelständische Unternehmen sind nicht mehr in der Lage, die steigenden Diesel- und Gaspreise zu stemmen. Die beschlossene Senkung der Mineralölsteuer ist ein erster richtiger Schritt. Allerdings ist die Entlastung auf drei Monate befristet. Das reicht nicht aus“, so  Carsten Taucke, Präsidiumsmitglied des BGA in einem Statement. „Um die Versorgung der Bevölkerung nicht zu gefährden, muss eine Insolvenzwelle in der Transportbranche abgewendet werden“.

Der Vorsitzende des BGA-Verkehrsausschusses beschreibt die Situation wie folgt: „Die Auswirkungen des Krieges auf die deutsche Wirtschaft sind bislang kaum absehbar. Energiekosten und Einkaufspreise steigen massiv. Logistik-, Finanzierungs- und Versicherungsprobleme nehmen zu. Es kommt zu ganz konkreten Lieferausfällen, zum Beispiel bei Holz, Stahl und Aluminium.“

Die Sanktionen würden die Lieferketten in einer Region beeinflussen, die für den Transport zwischen Asien und Europa entscheidend sei. „In Folge des Krieges in der Ukraine gehe ich von einer weiteren Steigerung der Frachtraten aus“, betont der Verkehrs- und Logistikexperte.

In dem Statement geht Taucke zudem auf den Personalmangel in der Logistik ein. So fehlen laut dem Verband in Deutschland aktuell cirka 60.000 bis 80.000 Berufskraftfahrer.

zuletzt editiert am 21.04.2022