Holz
Die Lage bei Holzimporten ist angespannt. (Quelle: Pixabay)

Fachhandel 2022-03-21T10:40:52.447Z Holzhandel erwartet Lieferengpässe

Der Vorstand des GD Holz skizziert Unsicherheiten bei Holzimporten im Zuge des Krieges in der Ukraine. Gleichzeitig verurteilt der Verband diesen scharf. Bereits jetzt stelle sich die Situation für den Holzimport aus den beteiligten Staaten Russland, Weißrussland und Ukraine sehr schwierig dar, heißt es vom Gesamtverband Deutscher Holzhandel. So hat die EU für Weißrussland einen Importstopp verhängt. Seit dem 2. März ist der Import damit verboten, bereits unter Vertrag stehende Ware muss spätestens bis zum 4. Juni im Binnenmarkt sein. Aus der Ukraine ist derzeit kein Holzimport möglich, die Möglichkeiten für den Import aus Russland werden zunehmend schwieriger.

Alle drei Staaten sind wichtige Lieferanten, insbesondere für Nadelschnittholz, Birkensperrholz, aber auch Laubholz. Ungefähr 10 Prozent des europäischen Nadelschnittholzkonsums kommen aus Russland, die Importe nach Deutschland aus allen drei Ländern betrugen im letzten Jahr rund 1,4 Millionen Festmeter FM. Darüber hinaus ist Russland einer der wichtigsten Produzenten für Birkensperrholz. Aus Weißrussland und der Ukraine kommen nennenswerte Mengen an Eichenholz. Der Import und die Abwicklung der geschlossenen Verträge bedeute aktuell eine große Unsicherheit, insbesondere die Lieferketten und Transport seien oft schwierig und nicht kalkulierbar. Knappe Verfügbarkeit für alle drei Produktbereiche seien daher zu erwarten oder schon Realität.

Dabei trifft diese Situation auf einen aufnahmefähigen Markt, die Umsatzentwicklung in den Monaten Januar und Februar wird im GD Holz Vorstand als gut bewertet. Die Nachfrage im Handwerk ist sehr gut, auch andere Abnehmer fragen rege nach. Der GD Holz Vorstand zeigt sich auch besorgt über die Preisentwicklung vieler Produkte, weiter verursacht durch stark steigende Energiepreise. Das kann beim Bauen mit Holz für den Bauherren zu einer deutlichen Kostensteigerung führen, so der GD Holz Vorstand. Weiterhin betont der Verband, dass bei aller Bedeutung des Holzimportes aus diesen Ländern für Deutschland und den Binnenmarkt ein schnelles und friedliches Ende des Krieges absolute Priorität hat. Die Unternehmen halten sich dabei strikt an die Vorgaben der EU Kommission und der Bundesregierung zu Entscheidungen über Einschränkung oder Importstopp aus den beteiligten Staaten. Nur ein möglichst schnelles Ende des Krieges könne dazu beitragen, auch die Beschaffungsmärkte für Holz und Holzprodukte zu entspannen und den erforderlichen Beitrag zur Bedarfsdeckung zu leisten.

zuletzt editiert am 21. März 2022
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