Ein Handwerker in Arbeitskleidung verlegt Fliesen auf einem Boden.
Die hohen Energiekosten wirken sich unter anderem auf das Fliesengeschäft aus. (Quelle: Pixabay)

Industrie 2026-04-14T06:37:57.488Z Hersteller von Baumaterialien unter Druck

Die Stimmung bei den Produzenten von Baustoffen (Glas, Keramik, Steine und Erden) hat sich im März laut dem Ifo Institut deutlich eingetrübt. So ist das Geschäftsklima der Branche dem Institut zufolge auf minus 23,5 Punkte gesunken, nach minus 17,9 Punkten im Februar. „Die hohen Energiepreise drücken die Stimmung bei den Herstellern für Baumaterialien. Die Branche hat in der Industrie einen der höchsten Anteile der Energiekosten am Produktionswert“, sagt Ifo-Branchenexperte Nicolas Bunde.

Laut Ifo Konjunkturumfrage planen deutlich mehr Unternehmen der Branche die Preise zu erhöhen. Der entsprechende Indikator stieg im März deutlich auf 22,2 Punkte, nach 8,4 Punkten im Februar. „Höhere Preise für Baumaterialien dürften sich mittelfristig in der Bauwirtschaft niederschlagen“, erklärt Bunde. Gleichzeitig nahm der Anteil der Unternehmen zu, die ihre Produktion zurückfahren (auf minus 9,9 von minus 5,3). Dennoch bewerteten die Unternehmen ihren Auftragsbestand im März 2026 (minus 43,5 Punkte) spürbar günstiger als noch vor einem Jahr (minus 63,7 Punkte). „Die Branche arbeitet sich langsam aus der Krise, wird durch die Folgen der Konfliktsituation im Nahen Osten jedoch zurückgeworfen“, sagt Bunde.

Treiber der schlechten Stimmung unter den Produzenten von Baustoffen (Glas, Keramik, Steine und Erden) seien vor allem die deutlich pessimistischeren Geschäftserwartungen. Aber auch die aktuelle Lage würden die Unternehmen etwas schlechter bewerten als noch im Vormonat, so das Ifo Institut.

zuletzt editiert am 14. April 2026