Blick in den Saal
In Berlin sind über 300 Vertreter aus den aktuell 453 Gesellschafterhäusern der Eurobaustoff zur Gesellschafterversammlung zusammen gekommen. (Quelle: Redaktion/pen)

Fachhandel

24. June 2022 | Teilen auf:

Eurobaustoff mit hohen Zuwachsraten in den ersten fünf Monaten

Heute (24.6) findet die Gesellschafterversammlung der Eurobaustoff in Berlin statt. Über 300 Vertreter aus den aktuell 453 Gesellschafterhäusern sind dazu nach Berlin gekommen, auch die BaustoffMarkt-Redaktion ist vor Ort. Im Rahmen der Veranstaltung hat die Kooperation eine erste Zwischenbilanz für 2022 gezogen. „Wir sind mit einem deutlich verbesserten Einkaufsvolumen im ersten Quartal dieses Jahres zunächst erfolgreich ins Jahr gestartet, befürchten aber, dass wir - nach vielen Jahren einer guten Entwicklung im Bau - zunehmend auf eine Abkühlung zusteuern, die sich voraussichtlich bereits im zweiten Halbjahr 2022 bemerkbar machen wird“, sagte Dr. Eckard Kern, Vorsitzender der Geschäftsführung.

Zum 31. Mai erzielte die Eurobaustoff im laufenden Geschäftsjahr ein um 18,1 Prozent höheres Einkaufsvolumen als im Vorjahreszeitraum.  Allerdings habe die aktuelle Lage rund um den Ukraine-Konflikt seit Anfang März dieses Jahres zu erheblichen Problemen in den Lieferketten und noch einmal zu deutlichen Preissteigerungen geführt. „Das zweistellige Plus wird daher in erster Linie von teilweise massiven Preiserhöhungen bestimmt“, so Jörg Hoffmann, Geschäftsführer Finanzen. „Während sich der Mengenabsatz in den überwiegenden Warenbereichen noch als stabil erweist, gibt es in Teilbereichen der Ware erste rückläufige Tendenzen“, führt Geschäftsführer Hartmut Möller, verantwortlich für Gesellschafterbetreuung und Einkauf sowie für die Ländergesellschaften in Österreich und der Schweiz, aus.

Für eine Prognose zum weiteren Verlauf des Geschäftsjahres zeigt sich die Geschäftsführung aufgrund der derzeitigen Belastungsprobe für die Bauwirtschaft zurückhaltend. Zuversichtlich stimme allerdings weiterhin, dass die Kooperation für den mittelständischen Baufachhandel und eine starke Gemeinschaft stehe, die ein Erfolgsmodell darstelle, heißt es von seiten der Kooperation. Auch oder eben gerade in schwierigen Zeiten. „Wir fahren zunächst weiter auf Sicht und richten unsere Einschätzung für die geschäftliche Entwicklung der Eurobaustoff in 2022 konservativer aus“, so Dr. Kern.

In der Juli-Ausgabe lesen Abonnenten des BaustoffMarkt einen ausführlichen Bericht über die Gesellschafterversammlung und die dort diskutierten Themen.

zuletzt editiert am 29.06.2022