Am 19.01.2022 ist Eberhard Schöck, Bauingenieur und Gründer der Schöck AG in Baden-Baden, im Alter von 86 Jahren gestorben, wie das Unternehmen mitteilte.
Aus dem 1962 gegründeten Schöck Bautrupp entwickelte er die Schöck Bauteile GmbH. Er entwickelte den Schöck „Isokorb“, mit dem ihm 1983 der Durchbruch gelang und der den Markt revolutioniert habe. Später wurde die „Tronsole“ präsentiert, deren Idee ebenfalls auf den Firmengründer zurückging.
Der Leitspruch „Man darf nie beim Alten stehen bleiben. Um erfolgreich zu sein, muss man ganz neue Dinge entwickeln oder bestehende Dinge verbessern“ habe das Leben und Werk von Eberhard Schöck bestimmt und präge das Unternehmen bis heute. Er blieb seinem Unternehmen auch nach Beendigung der Tätigkeit als Aufsichtsratsvorsitzender im Juli 2003 bis zum Schluss eng verbunden.
1992 gründete er die Eberhard-Schöck-Stiftung, deren Auf- und weiteren Ausbau er aktiv vorangetrieben habe, und mit der er gesellschaftliche Verantwortung übernahm und sich für die Verständigung und die Aussöhnung mit den Ländern Osteuropas einsetzte. Unter dem Motto „Wandel durch Ausbildung“ fördert seine Stiftung das Bauhandwerk in Mittel- und Osteuropa durch Modellprojekte und Qualifizierungs- sowie Austauschprogramme. Auf Initiative seiner Ehefrau Sabin Schöck, mit der er seit 1961 verheiratet war, wurde darüber hinaus 2012 die Schöck-Familien-Stiftung gegründet.
Eberhard Schöck wurde mehrfach für sein Wirken als Erfinder und Innovator wie auch als Unternehmer ausgezeichnet. Das Land Baden-Württemberg ehrte ihn 2009 mit der Wirtschaftsmedaille und 2018 mit der Staufermedaille in Silber für sein Lebenswerk. 2020 wurde er für seine Erfindung des Isokorb als „Nachhaltigste Innovationsleistung“ für die Rudolf-Diesel-Medaille nominiert.
