Wohnungsbau
Das Geschäftsklima im Wohnungsbau ist auf ein Allzeittief gesunken. (Quelle: Pixabay)

2024-01-10T08:38:06.179Z Düstere Perspektiven im Wohnungsbau

Im Wohnungsbau ist das Ifo-Geschäftsklima auf ein Allzeittief seit 1991 gefallen. So erreichte die Stimmung im Dezember nur noch minus 56,8 Punkte, nach minus 54,4 im Vormonat. Das ist laut dem Institut der niedrigste Stand seit Beginn der Erhebung 1991.

Die Unzufriedenheit mit der aktuellen Lage greife immer weiter um sich. Außerdem befürchten die Unternehmen laut dem Ifo-Institut für das erste Halbjahr 2024 weitere Geschäftseinbußen. „Obwohl die Zinsen für Baufinanzierungen zuletzt wieder gesunken sind, ist noch keine Entspannung in Sicht“, sagt Klaus Wohlrabe, der Leiter der Ifo-Umfragen. „Die außergewöhnlich schwachen Erwartungen zeigen, dass die Firmen aktuell keine Hoffnung haben. Die Perspektiven für 2024 sind düster“, wird Wohlrabe zitiert.

Im Dezember klagten in der Erhebung mehr Unternehmen über Auftragsstornierungen. „Die Verunsicherung der potenziellen Bauherren sitzt tief“, so Wohlrabe. Demnach beklagten 22,1 Prozent der Befragten im Dezember gestrichene Projekte, nach 21,5 Prozent im Vormonat. Über zu niedrige Auftragsbestände klagten 56,9 Prozent der Unternehmen.

„2023 war ein ausgesprochen schwieriges Jahr für den Wohnungsbau, das Neugeschäft blieb weit unter dem Niveau der Vorjahre zurück. Dies war eine Folge der drastisch gestiegenen Bau- und Zinskosten sowie der schwächeren Fördermöglichkeiten. Nur der hohe Auftragsbestand, mit dem die Betriebe in die Krise gestartet waren, sowie die langen Projektlaufzeiten hatten einen noch stärkeren Einbruch der Bautätigkeit verhindert“, sagt Wohlrabe.

zuletzt editiert am 10. Januar 2024
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