Holzstapel Quelle: Pixabay
Der Holzeinschlag lag im Jahr 2020 auf Rekordniveau. Quelle: Pixabay

Bauwirtschaft

11. May 2021 | Teilen auf:

Deutsche Exporte von Rohholz 2020 enorm gestiegen

Der Bauboom während der Corona-Pandemie hat die Nachfrage nach Holz als Baustoff im In- und Ausland angekurbelt. Wie das Statistische Bundesamt mitteilt, exportierte Deutschland im vergangenen Jahr insgesamt rund 12,7 Millionen Kubikmeter Rohholz im Wert von 845 Millionen Euro. Im Vergleich zum Jahr 2019 ist dies eine mengenmäßige Steigerung um mehr als ein Drittel (42,6 Prozent). Der Exportzuwachs setzt sich zu Beginn des Jahres 2021 nicht fort: Im Januar und Februar 2021 sank der mengenmäßige Export im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 12,4 Prozent auf 1,5 Millionen Kubikmeter (Wert: 100 Millionen Euro).

Im langfristigen Vergleich hat sich die Menge von ausgeführtem Rohholz seit dem Jahr 2015 mehr als verdreifacht (+238 Prozent). Die Importmenge ging im gleichen Zeitraum um ein Drittel (-32,4 Prozent) auf 5,9 Millionen Kubikmeter zurück. Die Hälfte des Exportes (50,6 Prozent) ging nach China. Auf den Plätzen zwei und drei folgten im Jahr 2020 Österreich (19,2 Prozent) und Belgien (9,2 Prozent).

Der wachsenden Nachfrage im Ausland steht ein Rekord beim Holzeinschlag im Inland gegenüber: Im Jahr 2020 wurden in den deutschen Wäldern 80,4 Millionen Kubikmeter Holz eingeschlagen – so viel wie nie zuvor seit der deutschen Vereinigung.

Die steigende Nachfrage aus dem In- und Ausland, die Angebotsverknappung auch aufgrund der Beschränkungen im Holzeinschlag sowie der Baukonjunktur haben einen preistreibenden Effekt auf die Außenhandelspreise für Rohholz: Der Index der Einfuhrpreise stieg laut der Statistiker im März 2021 im Vergleich zum Vorjahresmonat um 6,7 Prozent und der Index der Ausfuhrpreise dieser Produktgruppe stieg im gleichen Zeitraum sogar um 11,0 Prozent. In der längerfristigen Betrachtung lagen die Einfuhrpreise für Rohholz im März 2021 um 16,1 Prozent unter dem Stand des Jahres 2015. Die Ausfuhrpreise stiegen im gleichen Zeitraum um 4,0 Prozent.