Baustelle
Mehr politische Anstrengungen beim Wohnungsbau fordern mehrere Verbände. (Quelle: Pixabay)

Bauwirtschaft

5. December 2022 | Teilen auf:

Branchenverbände richten Appell an Politik

17 Verbände und Kammern der Planungs-, Bau-, Immobilien- und Wohnungswirtschaft, darunter auch der Bundesverband Deutscher Baustoff-Fachhandel (BDB), haben sich in einem gemeinsam Appell an Bundesregierung und Bundestag sowie die Verantwortlichen in den Ländern gewandt. Die Unterzeichner beklagen die „Dramatische Lage im Wohnungsbau“ und haben 12 Forderungen aufgestellt, um den „Teufelskreis zu durchbrechen“. Die Forderungen können im Detail hier nachgelesen werden.

„Bei den ambitionierten Zielen der Bundesregierung kommen wir am seriellen, industriellen Bauen nicht vorbei. Nur so können wir zügig, qualitativ hochwertig und kostengerecht zusätzlichen Wohnraum schaffen. Unsere Forderung ist klar und kostet keinen einzigen Cent extra. Nur den Mut und den Willen der Bundesländer. Denn sie müssen ihre Landesbauordnungen endlich harmonisieren, damit wir industrielle in Serie und mit einem technologieoffenen Mix an bewährten, recycelten und neuen Baumaterialien bundesweit bezahlbares Wohnen ermöglichen können“, sagt Tim-Oliver Müller, Hauptgeschäftsführer des Hauptverbandes der Deutschen Bauindustrie.

ZDB-Hauptgeschäftsführer Felix Pakleppa wird wie folgt zitiert: „Wir brauchen eine konsistente und stimmige Baupolitik; dazu gehören auch verlässliche und auskömmliche Rahmen- und Förderbedingungen. Daher fordern wir die Wiedereinführung der ausgelaufenen Sonder-AfA im Mietwohnungsbau sowie für den sozialen Wohnungsbau die Entkoppelung der Förderung von dem KfW-40-Standard. Nur so werden wir mehr als die bisherigen 25.000 Sozialwohnungen jährlich bauen können.“

zuletzt editiert am 15.12.2022