Außenansicht der Hauptverwaltung der BMI Group Region D/A/CH in Oberursel. (Quelle: BMI)
Die Hauptverwaltung der BMI Group Region D/A/CH in Oberursel. (Quelle: BMI)

Industrie

17. January 2022 | Teilen auf:

BMI bündelt Kunststoffbahnen-Produktion in der Slowakei und erweitert Kapazitäten

BMI zentralisiert die Kunststoffbahnen-Produktion für den deutschen Markt und erweitert zugleich die Kapazitäten: Am Standort im slowakischen Štúrovo wird bis 2024 eine neue Anlage errichtet, das Werk im hessischen Wächtersbach dann geschlossen. Die Investitionssumme dafür befinde sich in zweistelliger Millionenhöhe.

Mit der Entscheidung kläre das Unternehmen nach eigener Aussage gleichzeitig eine Standortfrage, die sich durch den 2024 auslaufenden Mietvertrag für das derzeitige Produktionsgelände in Wächtersbach ergeben habe. Der Mietvertrag dort habe über 2024 hinaus nicht verlängert werden können, wie es auf Nachfrage der Redaktion heißt, weshalb nun das bestehende Werk in Štúrovo erweitert werden solle. Die Mitarbeiter in Wächtersbach seien am vergangenen Freitag über die Entscheidung informiert worden. Auch nach der Schließung des Werkes in Wächtersbach soll die Belieferung der Kunden mit Kunststoffbahnen weiterhin aus Deutschland erfolgen, an einem entsprechenden Lagerkonzept werde derzeit gearbeitet, wie es weiter auf Nachfrage hieß.

„Unser Schwesterwerk verfügt über die besten Voraussetzungen, unsere ambitionierten strategischen Wachstumsziele mit uns zu realisieren“, erläutert Christian Birck, Managing Director der Länderregion D/A/CH der BMI-Gruppe, in der Mitteilung die Pläne des Unternehmens. Damit wolle man der wachsenden Nachfrage nach Kunststoffbahnen gerecht werden und strebe „langfristig die Marktführerschaft in diesem Segment“ an, wie es in der Mitteilung heißt.

Der neue zentrale Standort für die Produktion der deutschen Kunststoffbahnen sei innerhalb der BMI-Gruppe eines der Kompetenzzentren für die Produktion von Dichtungsbahnen aus Kunststoff. Er verfüge über langjähriges Know-how, die technische Ausstattung und die infrastrukturellen Möglichkeiten, eine moderne Produktion mit deutlich erhöhten Kapazitäten fortzuführen. Die Inbetriebnahme der zusätzlichen Produktionslinie soll spätestens Mitte 2024 erfolgen.

zuletzt editiert am 31.01.2022