Bundesbauministerin Klara Geywitz (SPD) empfängt heute (5.12.) die Partner des „Bündnis bezahlbarer Wohnraum“ im Bundesbauministerium. Dazu erklärt die Präsidentin des Bundesverbandes Deutscher Baustoff-Fachhandel (BDB), Katharina Metzger: „[…]Je näher der Termin für die vorgezogene Bundestagswahl rückt, desto genauer wollen die Menschen genauso wie die Bau- und Immobilien-Branche von Bundeskanzler Olaf Scholz wissen: Was ist sein Plan gegen die massive Wohnungsnot in Deutschland? Was will der Bundeskanzler gegen das Defizit von 540.000 Wohnungen, das Deutschland nach drei Ampel-Jahren hat, machen? […]
Die Bau-Branche fordert den Bundeskanzler auf, den Wohnungsmangel mutig zur Chefsache und zum Spitzenthema seiner Partei im Wahlkampf zu machen. Ein Wegducken, ein Abtauchen, ein Ignorieren des dramatischen Wohnungsmangels darf es nicht geben: Dringend notwendig ist eine Offensive beim Wohnungsbau. Vor allem mindestens 100.000 neu gebaute Sozialwohnungen pro Jahr – das ist auch für die neue Bundesregierung die Zielmarke, die gilt. Entscheidend ist, welche Partei dafür jetzt den glaubwürdigsten Plan vorlegt. Und da kommt es darauf an, Investoren wieder zu motivieren. Es geht um Kostensenkung, um Reduzierung von Bürokratie, um weniger Auflagen. Eine Spitzenförderung für High-End-Klimaschutz dient einem elitären Wohnungsbau in der Nische. Notwendig ist eine Förderung, die die Breite erreicht und damit für mehr Wohnungen sorgt. […]
Fehlende Wohnungen sind sozialer Sprengstoff – und damit auch eine Gefahr für die Demokratie an der Wahlurne. Was deshalb jetzt von den demokratischen Parteien kommen muss: ein effektives Maßnahmenpaket als feste politische Zusage für mehr Wohnungsbau. Deutschland braucht ein „Sofortprogramm Wohnungsbau“ – eine Trendwende in der Wohnungsbaupolitik. Und dafür müssen die Parteien in ihren Programmen zur Bundestagswahl die Leitlinien setzen. […]
Notwendig ist jetzt eine groß angelegte Wohnungsbau-Offensive, um die dramatische Wohnungsnot endlich wirksam zu bekämpfen und einen dämpfenden Effekt auf die Mietpreisentwicklung zu erreichen. Außerdem geht es darum, die schwächelnde Wirtschaft zu beleben. Es kommt jetzt darauf an, den Wohnungsbau als Konjunkturmotor in der Krise zu nutzen. Auch der Wohnungsbau selbst steckt in der Krise. Er braucht dringend einen Auftrags-Push. Passiert nichts, drohen eine Zunahme von Pleiten und damit auch Arbeitsplatzverluste.“
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