Basierend auf Daten des Statistischen Bundesamtes hat der Bundesverband Baustoffe – Steine und Erden (BBS) Produktionsdaten für 2023 veröffentlicht. Demnach war die Baustoffproduktion im vergangenen Jahr um 16,7 Prozent rückläufig, heißt es in einer Mitteilung des Verbands. Einzelne Branchen hätten gar Rückgänge von bis zu 40 Prozent. Der BBS vertritt nach eigenen Angaben rund 6.000 Betriebe aus 16 Einzelbranchen der Baustoff-Steine-Erden-Industrie.
So wurden laut Mitteilung 2023 knapp 40 Prozent weniger Ziegel und über 30 Prozent weniger Kalksandstein und Porenbeton produziert. Die drei Branchen decken rund zwei Drittel des Marktanteils im Wohnungsbau ab. Doch nicht nur im Mauerwerksbau, sondern auch bei der Herstellung von Zement (-11,8 Prozent), Transportbeton (-18,6 Prozent), mineralischen Rohstoffen wie Kies und Sand (-14,8 Prozent), Mörtel (-11,2 Prozent) und keramischen Fliesen (-33,6 Prozent) seien erhebliche Rückgänge zu verzeichnen gewesen. „Die Auswirkungen werden auf mehrfacher Ebene für die gesamte Gesellschaft spürbar sein. Denn weniger Baustoffe bedeuten nicht nur weniger neue Wohnungen, sondern auch weniger Instandhaltung von Gebäuden und Infrastruktur und nicht zuletzt auch weniger Energiewende“, sagt Matthias Frederichs, BBS-Hauptgeschäftsführer. Laut Verband erfordere beispielsweise das Fundament einer Windkraftanlage rund 1.000 Kubikmeter Transportbeton.
Ein ausführliches Interview mit Frederichs zur aktuellen Situation lesen Sie in der BaustoffMarkt-Ausgabe 3/24.
