Die Baywa hat heute (30.3) auf einer Bilanzpressekonferenz die Zahlen für das Geschäftsjahr 2022 bekannt gegeben. Demnach erhöhte sich der Umsatz im Segment Bau um 12,6 Prozent auf 2,3 Milliarden Euro (Vorjahr: 2,1 Mrd. Euro). Das Ebit (Ergebnis vor Zinsen und Steuern) sank um 3,8 Prozent auf 70,4 Millionen Euro (Vorjahr: 73,2 Millionen Euro). Ergebnistreiber war die hohe Nachfrage bei gleichzeitig steigenden Preisen für Baumaterial, wie der Münchner Konzern mitteilt. Man sei fast uneingeschränkt lieferfähig gewesen. Zudem hätten die hohe Sortimentskompetenz und das dichte Standortnetz, insbesondere in Phasen knapper Warenverfügbarkeit im Markt, dem Baustoffhändler Wettbewerbsvorteile verschafft, heißt es. Durch den vollständigen Verkauf mehrerer Wohneinheiten und die Akquise von 15 neuen Projekten habe auch die Baywa Bau Projekt positiv zum Jahresergebnis beigetragen.
Im laufenden Jahr rechnet das Unternehmen durch die Nachfrage nach energieeffizientem Renovieren und Sanieren im Wohnungsbau sowie staatliche Förderprogramme für die Sanierung von Bestandsbauten mit Rückenwind. Höhere Bauzinsen und der spürbare Fachkräftemangel in der Baubranche würden hingegen konjunkturbremsend wirken.
Der gesamte Konzern konnte 2022 den Umsatz auf 27,1 Milliarden Euro (Vorjahr: 19,8 Milliarden Euro) steigern. Das Unternehmen erzielte ein Ebit von 504,1 Millionen Euro (Vorjahr: 266,6 Millionen Euro). „Ob Energiesicherheit, Welternährung oder Wohnungsbau und energetische Sanierung – als Grundversorger berührt die Baywa unmittelbar die drängendsten Fragen, die sich weltweit und hier bei uns zu Hause stellen“, sagt der Vorstandsvorsitzende Prof. Klaus Josef Lutz.
Für das laufende Geschäftsjahr rechnet das Unternehmen mit einem Konzernergebnis zwischen 320 und 370 Millionen Euro. Bis Ende des Jahres 2025 strebt der Münchner Konzern eigenen Angaben zufolge ein operatives Ebit zwischen 470 und 520 Millionen Euro an.
