Die Bauwirtschaft bleibt ein Konjunkturmotor.
Die Bauwirtschaft bleibt ein Konjunkturmotor. Quelle: Pixabay

Bauwirtschaft

25. February 2021 | Teilen auf:

Bauwirtschaft zieht positive Jahresbilanz

"Die Unternehmen im Bauhauptgewerbe haben das Jahr 2020 mit einem Umsatz von cirka 143 Milliarden Euro abgeschlossen. Das sind etwa 8 Milliarden Euro mehr als im Jahr 2019. Das ist ein Plus von 6,0 Prozent. Damit hat die Bauwirtschaft im letzten Quartal die unterjährigen Verluste mehr als wettgemacht." Dieses erklärte der Hauptgeschäftsführer des Zentralverbands Deutsches Baugewerbe, Felix Pakleppa, heute (25. Februar) zu den vom Statistischen Bundesamt veröffentlichten Zahlen.

Nominal lag 2020 auch der Auftragseingang mit +0,5 Prozent leicht über dem Vorjahresniveau. Er erreichte ein Gesamtvolumen von 86,5 Milliarden Euro. Real (preisbereinigt) ist der Auftragseingang im vergangenen Jahr laut dem Statistischen Bundesamt um 2,6 Prozent gegenüber dem Vorjahr zurückgegangen. Innerhalb der einzelnen Bausparten hat sich der Auftragseingang im Jahr 2020 unterschiedlich entwickelt: Während der Wohnungsbau um 7,6 Prozent zunahm, konnte der Gewerbliche Bau mit -4,8 Prozent das Vorjahresergebnis nicht erreichen.

Im Dezember 2020 lag der reale (preisbereinigte) Auftragseingang im Bauhauptgewerbe saison- und kalenderbereinigt um 4,6 Prozent höher als im Vormonat. Im Vorjahresvergleich stieg der reale Auftragseingang im Bauhauptgewerbe im Dezember 2020 kalenderbereinigt um 0,2 Prozent. Nominal (nicht preisbereinigt) lagen die Auftragseingänge im Dezember 2020 um +3,9 Prozent höher als im Dezember 2019. Der baugewerbliche Umsatz erreichte im Dezember 2020 erstmals in einem Monat mit rund 11 Milliarden Euro (nominal +20,3 Prozent zum Vorjahresmonat) den zweistelligen Milliardenbereich.

"Die Bauunternehmen haben es 2020 geschafft, der Corona-Krise zu trotzen und ihre Umsätze zu erhöhen. Die Bauwirtschaft erweist sich damit einmal mehr als Stütze der Gesamtwirtschaft. Geholfen hat hierbei auch die MwSt.-Senkung im zweiten Halbjahr, deren Auslaufen führte zu einem starken Umsatzanstieg zum Jahresende. Die Vorzieheffekte werden allerdings dazu führen, dass diese Umsätze 2021 fehlen werden", sagt der Vizepräsident Wirtschaft des Hauptverbandes der Deutschen Bauindustrie, Tim Lorenz. Für 2021 sei die Branche nicht mehr ganz so optimistisch. "Für dieses Jahr gehen wir heute nur von einer nominalen Umsatzstagnation aus, real dürfte das ein Umsatzrückgang von 2 Prozent sein", so Lorenz.