Ein Stapel von geschnittenen Holzstämmen, die eng aneinander liegen und verschiedene Brauntöne aufweisen.
Die Preise für wichtige Holzprodukte seien seit 2021 gesunken, teilt der GD Holz mit. (Quelle: Pixabay)

Branche im Blick 2026-07-23T08:00:35.543Z Bauholzpreise trotzen den globalen Krisenherden

Während sich die Preise für nahezu alle Baumaterialien nach der Energiekrise 2021 deutlich erhöht haben, zeigt sich Holz weiterhin als stabiler und wettbewerbsfähiger Baustoff, teilt der GD Holz mit. Nach aktuellen Zahlen lagen die Preise für mineralische Baustoffe im Jahr 2025 deutlich über dem Vorkrisenniveau, so der Verband. So hätten sich unter anderem Kalk und Gips um über 77 Prozent, Zement um knapp 58 Prozent und Bausand um mehr als 42 Prozent verteuert.

Auch wenn derzeit Teuerungen im Holzgroßhandel zu beobachten seien, müssten die Entwicklungen genauer betrachtet werden. Holz bilde unter den Baumaterialien die klare Ausnahme, denn die Preise für wichtige Holzprodukte seien seit 2021 gesunken, heißt es in der Mitteilung weiter. Dachlatten hätten sich um rund 14 Prozent verbilligt, Konstruktionsvollholz um gut 13 Prozent und Bauschnittholz leicht um gut 1 Prozent. Anders als viele mineralische Baustoffe sei Holz in der Verarbeitung deutlich weniger energieintensiv. Entsprechend würden sich steigende Energiepreise, wie zuletzt infolge der Energiekrise, auf Holzprodukte wesentlich schwächer auswirken.

Mit Sorge ist laut Mitteilung derzeit allerdings zu beobachten, dass einzelne politische regulatorische Vorhaben dazu führen, das verfügbare Holzangebot indirekt verknappen – obwohl die Bundesregierung offiziell das Ziel verfolgt, die Holznutzung zu stärken. Solch eine künstliche Verknappung des Rohstoffs Holz würde die Preise nach oben treiben und so den Wettbewerbsvorteil von Holz zulasten der ohnehin schwächelnden Baukonjunktur verringern, warnt der GD Holz.

zuletzt editiert am 23. Juli 2026
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