Wohnungen im Bau
Viele Bauherren verschieben derzeit Projekte. (Quelle: Pixabay)

Bauwirtschaft

18. January 2023 | Teilen auf:

Baugenehmigungen weiter auf Talfahrt

Bei der Zahl genehmigter Wohnungen zeigt der Trend weiter nach unten. So meldet das Statistische Bundesamt, dass im November 2022 in Deutschland der Bau von 24.304 Wohnungen genehmigt wurde. Das waren 16,3 Prozent Baugenehmigungen weniger als im November 2021. Von Januar bis November 2022 wurden damit insgesamt 321.757 Wohnungen genehmigt, 5,7 Prozent oder 19.280 weniger als im Vorjahreszeitraum (Januar bis November 2021: 341.037).

In neu zu errichtenden Wohngebäuden wurden laut den Statistikern in den ersten elf Monaten 2022 insgesamt 276.474 Wohnungen genehmigt. Das waren 5,8 Prozent oder 16.962 Wohnungen weniger als im Vorjahreszeitraum. Dabei ging die Zahl der Baugenehmigungen für Einfamilienhäuser um 15,9 Prozent (-13.710) auf 72.495 zurück. Bei den Zweifamilienhäusern sank die Zahl genehmigter Wohnungen um 10,1 Prozent (-2.930) auf 26.174 Wohnungen. Bei den Mehrfamilienhäusern stieg die Zahl der genehmigten Wohnungen um 1,2 Prozent (+2 094) auf 171.911 Wohnungen.

„Die anhaltend negative Entwicklung bei den Baugenehmigungen ist ein Menetekel für den Wohnungsbau in Deutschland“, kommentiert Felix Pakleppa, Hauptgeschäftsführer des Deutschen Baugewerbes, die aktuellen Zahlen. In der Wohnungsbauförderung brauche es jetzt eine ambitioniertere und mittelfristig verlässliche Politik mit Augenmaß, fordert er in einer Mitteilung. „Sowohl beim Mietwohnungsbau als auch sozialen Wohnungsbau muss die Förderung vom EH-40-Standard abgekoppelt werden. Und für private Häuslebauer ist eine Nachfolgeregelung für das Baukindergeld dringend notwendig. Eine zusätzliche Senkung der Grunderwerbssteuer würde Bauwilligen ebenso etwas Planbarkeit bieten wie eine Ausweitung der Sonderabschreibungen im sozialen Wohnungsneubau auf 10 Prozent“, so Pakleppa.

zuletzt editiert am 18.01.2023