Baustelle
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Bauwirtschaft

18. July 2022 | Teilen auf:

Baugenehmigungen im Mai rückläufig

Im Mai 2022 wurde in Deutschland der Bau von 31.688 Wohnungen genehmigt. Wie aktuelle Zahlen des Statistischen Bundesamts zeigen, waren das 2,1 Prozent weniger als im Mai 2021. Von Januar bis Mai 2022 wurden damit insgesamt 155.347 Baugenehmigungen für Wohnungen erteilt. Das waren 1,6 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum (Januar bis Mai 2021: 157.937 Baugenehmigungen). In den Ergebnissen sind sowohl die Baugenehmigungen für Wohnungen in neuen Gebäuden als auch für neue Wohnungen in bestehenden Gebäuden enthalten.

In neu zu errichtenden Wohngebäuden wurden von Januar bis Mai 2022 insgesamt 135.133 Wohnungen genehmigt. Das waren 1,5 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum. Dabei ging die Zahl der Baugenehmigungen für Einfamilienhäuser um 17,8 Prozent (-7.516) auf 34.809 zurück. Bei den Zweifamilienhäusern stieg die Zahl genehmigter Wohnungen um 2,1 Prozent (+294) auf 14.076 und bei den Mehrfamilienhäusern um 9,1 Prozent (+ 6.920) auf 83.308.

Saison- und kalenderbereinigt fiel die Zahl der Baugenehmigungen im Mai 2022 im Vergleich zum Vormonat um 6,6 Prozent.

„Man muss es so klar sagen: Die Folgen der Inflation, der Energiekrise und der gestörten Lieferketten haben den Bau nun erreicht“, kommentiert Felix Pakleppa, Hauptgeschäftsführer Zentralverband Deutsches Baugewerbe, die Zahlen. „Hohe Energiepreise, stark gestiegene Materialkosten, anhaltende Lieferengpässe, steigende Bauzinsen - diese negative Melange verunsichert immer mehr Investoren und Bauherren. Noch sind die Auftragsbücher der Baufirmen gut gefüllt. Aber: Sollte sich dieser Trend fortsetzen und die Zurückhaltung zunehmen, werden wir schon bald eine tiefe Delle in der Baukonjunktur sehen.“

zuletzt editiert am 18.07.2022