Baustelle mit Kran
Im Vergleich zum Vorjahresmonat Januar 2022 fiel der reale, kalenderbereinigte Auftragseingang im Januar 2023 um 21,0 Prozent. (Quelle: Pixabay)

2023-03-27T07:44:34.142Z Auftragsbücher im Bauhauptgewerbe leeren sich

Die Auftragslage am Bau verschlechtert sich zunehmend, wenn es nach aktuellen Zahlen des Statistischen Bundesamtes geht. So ist der reale (preisbereinigte) Auftragseingang im Bauhauptgewerbe im Januar 2023 gegenüber Dezember 2022 kalender- und saisonbereinigt um 5,8 Prozent gesunken. Dabei fiel der Rückgang im Tiefbau mit -4,4 Prozent geringer aus als im Hochbau mit -7,2 Prozent.

Noch dramatischer sieht der Vergleich zum Vorjahresmonat aus: Im Vergleich zum Januar 2022 fiel der reale, kalenderbereinigte Auftragseingang um 21,0 Prozent. Einen größeren Rückgang zum Jahresbeginn hatte es laut der Statistiker vom Statistischen Bundesamt zuletzt im Januar 2009 gegeben (-21,8 Prozent gegenüber Januar 2008). Der nominale (nicht preisbereinigte) Auftragseingang lag im Januar 2023 mit einem Volumen von 6,6 Milliarden Euro um 5,5 Prozent unter dem Vorjahresniveau.

Der reale Umsatz im Bauhauptgewerbe ist im Januar 2023 gegenüber dem Vorjahresmonat um 9,5 Prozent zurückgegangen. Der nominale Umsatz erhöhte sich aufgrund der stark gestiegenen Baupreise um 5,8 Prozent auf 5,2 Milliarden Euro. 

Ergebnisse zum Auftragsbestand im Bauhauptgewerbe liegen aktuell bis zum Jahresende 2022 vor: Der reale (preisbereinigte) Auftragsbestand sank im Jahr 2022 um 4,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahresergebnis. Nominal (nicht preisbereinigt) lag das Volumen des Auftragsbestands Ende 2022 bei 68,3 Milliarden Euro.  Am stärksten ging der der reale Auftragsbestand im Wohnungsbau mit einem Minus von 9,3 Prozent gegenüber dem Vorjahr zurück. Dies war der erste Rückgang in dieser Bauart in einem Kalenderjahr seit 2009 (-3,5 Prozent). Die Abwärtsdynamik im Auftragsbestand des Wohnungsbaus hat sich dem Statistischen Bundesamt zufolge im Jahresverlauf 2022 zum vierten Quartal hin auf -17,8 Prozent zum Vorjahresquartal beschleunigt (1. Quartal: -2,1 Prozent; 2. Quartal -6,9 Prozent; 3. Quartal: -10,5 Prozent).

zuletzt editiert am 27. März 2023
Newsletter