CEO Heimo Scheuch Quelle: Wienerberger

Industrie

17. August 2020 | Teilen auf:

Wienerberger meldet „solide Halbjahresergebnisse“

Die Wienerberger Gruppe hat am 12. August die aktuellen Halbjahreszahlen veröffentlicht. Demnach lag der Konzernumsatz im ersten Halbjahr 2020 mit 1,642 Milliarden Euro rund 5 Prozent unter dem Rekordwert des Vorjahres (H1 2019: 1,736 Milliarden Euro).

Dabei sei es dem Unternehmen in einem von der Krise schwer betroffenen Marktumfeld gelungen, den Produktmix weiter durch Konzentration auf hochwertige Lösungen zu verbessern und die proaktive Preispolitik erfolgreich fortzusetzen, heißt es in der offiziellen Presseaussendung. Das bereinigte Ebitda kam mit 255 Millionen Euro nur 12 Prozent unter dem Vorjahresrekord von 290 Millionen Euro zu liegen.

"Unsere Halbjahresergebnisse zeigen eindeutig, dass unser Geschäft stabil ist und wir in der Lage sind, eine solche Krise zu bewältigen", sagt Wienerberger Vorstandsvorsitzender Heimo Scheuch. "Dank unseres erfahrenen Management-Teams haben wir rasch reagiert und daher gut performt. Durch unseren hohen Grad an Digitalisierung kam es nie zu einer Unterbrechung unserer Lieferketten und wir konnten unseren Kunden selbst am Höhepunkt der Krise mit nachhaltigen Lösungen versorgen. Ab Juni haben wir von dem während des Lockdowns entstandenen Nachholbedarf profitiert." Das Unternehmen habe zudem sehr schnell mit einem umfassenden Maßnahmenprogramm auf die Covid-19-Krise reagiert und strenge Gesundheits- und Sicherheitsstandards entlang der gesamten Wertschöpfungskette eingeführt.

Für das Gesamtjahr 2020 erwartet das Unternehmen einen weniger starken Marktrückgang von -10 Prozent (zuvor -15 Prozent) in den Endmärkten der Wienerberger Gruppe. Unter der Annahme, dass es zu keinen weiteren Lockdowns in den Schlüsselmärkten kommt, die Preisgestaltung robust bleibt und das Fast Forward Programm einen Beitrag von rund 30 Millionen Euro leistet, erhöht das Unternehmen seine Guidance für das bereinigte Ebitda auf 480-500 Millionen Euro (zuvor 460-480 Millionen Euro).

"Die beschlossenen Konjunkturprogramme zur Überwindung der Covid-19-Krise und der Green Deal der EU werden neue Marktimpulse geben. Wir erwarten daher einen Aufschwung unserer Industrie, zu dem wir mit unseren innovativen und nachhaltigen Lösungen aktiv beitragen werden", so Scheuch.