Die baden-württembergischen Bauwirtschaft verzeichnet im April ein deutliches Auftragsminus. Foto: Baden-Württenberg/Wikimedia

Bauwirtschaft

18. June 2020 | Teilen auf:

Weniger Aufträge für die Bauwirtschaft in Baden-Württemberg

Die Auf­trags­ein­gän­ge in der ba­den-würt­tem­ber­gi­schen Bau­wirt­schaft sind im Mo­nat April deut­lich ein­ge­bro­chen - und zwar in al­len Bau­s­par­ten. Ver­gli­chen zum Vor­jah­res­mo­nat wa­ren es 26,5 Prozent we­ni­ger Auf­trä­ge, die die Bau­un­ter­neh­men mit 20 und mehr Be­schäf­tig­ten ver­zeich­nen konn­ten. Be­son­ders stark war der Rück­gang mit -44,3 Prozent im Wirt­schafts­bau. Aber auch der öf­fent­li­che Bau muss­te mit -15,5 Prozent kräf­tig Fe­dern las­sen. "Da­mit sind die Aus­wir­kun­gen der Co­ro­na-Kri­se in­zwi­schen auch in un­se­rer Bran­che an­ge­kom­men", er­klärt Tho­mas Möl­ler, Haupt­ge­schäfts­füh­rer der Bau­wirt­schaft Ba­den-Würt­tem­berg. "Be­son­ders die Ent­wick­lung im Wirt­schafts­bau be­rei­tet uns zu­neh­mend Sor­gen."
Mit Blick auf die ak­tu­el­len Zah­len ver­weist Möl­ler al­ler­dings dar­auf, dass sich der Auf­trags­ein­gang im Wert von knapp 870 Millionen Euro im Mo­nat April die­ses Jah­res nach wie vor auf sehr ho­hem Ni­veau be­wegt. Zu­dem gäbe es ei­nen ge­wis­sen Ba­sis­ef­fekt, da der April-Wert 2019 mit Ab­stand der höchs­te Auf­trags­wert seit 1995 war. Den­noch sei der star­ke Auf­trags­rück­gang, bei­spiels­wei­se im öf­fent­li­chen Bau, ein Alarm­si­gnal, vor dem die Bran­che im Zuge des Co­ro­na-Lock­downs früh­zei­tig ge­warnt hat. Hier sei­en klar die öf­fent­li­chen Auf­trag­ge­ber in der Ver­ant­wor­tung.