Sieht anhand der Umfrage-Ergebnisse erste Alarmsignale: VBI-Präsident Jörg Thiele. Foto: VBI

Bauwirtschaft

14. May 2020 | Teilen auf:

VBI sieht zunehmende Zurückhaltung der Auftraggeber

Immer mehr Auftraggeber halten Neuaufträge zurück. Es droht eine Verschleppung der Coronakrise weit in das kommende Jahr hinein. Dies ist das Ergebnis einer Blitzumfrage des Verbandes Beratender Ingenieure (VBI) unter Ingenieur- und Architekturbüros. Auch wenn die Planungs- und Baubranche durch die Coronakrise derzeit weniger betroffen seien als andere Branchen bestehe die Gefahr eines massiven nachgelagerten Effekts, heißt es in einer Mitteilung zu der Umfrage. Die Umfrage unter den Mitgliedsunternehmen zeige weiter, dass es bei aktuellen Projekten nur vereinzelte Störungen gebe und daher 63 Prozent der Unternehmen bislang keine Hilfen beantragt haben. Allerdings gehen bei mehr als der Hälfte der Unternehmen sowohl öffentliche als auch private Auftragseingänge zurück. Knapp sechs Prozent der Unternehmen geben an, dass in ihrer Kommune eine Haushaltssperre verhängt wurde. "Die zunehmende Zurückhaltung der Auftraggeber ist ein Alarmsignal. Wir brauchen nach der Krise dringend Investitionsprogramme, die den Kommunen wieder auf die Beine helfen, insbesondere in Infrastruktur und Schulen. Dies ist auch eine Chance, den Sanierungsstau in Deutschland weiter abzubauen. Parallel sollten die Planungs- und Genehmigungsverfahren endlich spürbar beschleunigt werden. Nur so können wir einen nachgelagerten Effekt und damit einen Abschwung verhindern", erklärte dazu VBI-Präsident Jörg Thiele.