Der Bericht „Baufehler an Wohngebäuden“ kann über den VPB-Shop bestellt werden unter www.vpb.de/studie-baufehlerbericht.html. Quelle: Pixabay

Bauwirtschaft

26. August 2020 | Teilen auf:

Studie über Bauausführung deckt Mängel auf

Der Verband Privater Bauherren (VPB) hat eine Studie über Baufehler an Wohngebäuden durchgeführt. Demnach gehen rund zwei Drittel aller Fehler beim Bauen auf mangelhafte Ausführung zurück, rund ein Drittel auf schlechte Planung. Dies zeige die aktuelle Studie „Baufehler an Wohngebäuden“, die der Verband Privater Bauherren (VPB) gemeinsam mit der Arbeitsgemeinschaft für zeitgemäßes Bauen erarbeitet und veröffentlicht hat.

Baufehler kommen Bauherren aber teuer zu stehen, so der VPB: In knapp 60 Prozent der Fälle kostete die Behebung der Baufehler bis zu 5.000 Euro. In fast 40 Prozent kostete die Fehlerkorrektur zwischen 5.000 und 50.000 Euro. In sechs Prozent der Fälle ging sie sogar über 50.000 Euro hinaus. Und noch etwas zeige sich immer wieder: Je später die Baufehler entdeckt werden, umso teurer wurde ihre Beseitigung. Vermeiden lassen sich Baufehler laut VPB nur durch die kontinuierliche Baustellenkontrolle durch unabhängige Sachverständige. Das sei besonders beim schlüsselfertigen Bauen wichtig, denn wo die unabhängige Kontrolle fehle, überwache sich die Baufirma selbst – und Selbstkontrolle funktioniert nicht immer.

Die Studie wurde vom VPB gemeinsam mit der Arbeitsgemeinschaft für zeitgemäßes Bauen erstellt. Gemeinsam haben sie Ausführungsqualitäten auf den Baustellen in Deutschland analysiert. Die Studie „Baufehler an Wohngebäuden - Bundesweite Sachverständigenanalyse an schlüsselfertigen Projekten“ basiere auf der anonymisierten Analyse von über 1.000 bundesweit verteilten Baustellenbegehungen im Rahmen der baubegleitenden Qualitätssicherung, die im VPB durchgeführt wurden.

Der Bericht „Baufehler an Wohngebäuden“ kann über den VPB-Shop bestellt werden unter www.vpb.de/studie-baufehlerbericht.html.