Bewertung der einzelnen Segmente der Fensterindustrie. Quelle: S&B Strategy

Industrie

26. October 2020 | Teilen auf:

Fensterindustrie laut Studie vor starkem Wandel

Die Münchner Strategieberatung S&B Strategy hat anlässlich der umfangreichen Veränderungen in der Bauindustrie durch Covid-19 eine Kurzstudie zu den Herausforderungen und Lösungsansätzen für die kommenden zehn Jahre der Fensterindustrie verfasst. Dabei wurden die Trends Digitalisierung, Covid-19 und „EU-Green-Recovery“ auf ihre Auswirkungen auf die Fensterindustrie untersucht, um darauf aufbauend Lösungsansätze für die Unternehmen entlang der Wertschöpfungskette zu formulieren.

Die Fensterindustrie befand sich laut S&B Strategie bereits vor der Pandemie in einem Konsolidierungsprozess, der durch immer höhere Komplexität in der Wertschöpfungskette und steigenden Preisdruck angetrieben wurde. Covid-19 habe diesen Wandlungsprozess nun zusätzlich beschleunigt. Laut der Studie werde sich im nächsten Jahrzehnt die gesamte Wertschöpfungskette der Fensterindustrie massiv verändern: Digitale Prozesse und die digitale Gebäudehülle werden demnach zum Standard, die Konsolidierung werde massiv beschleunigt, Vertriebs- und Logistikkonzepte würden sich grundlegend verändern. Die konjunkturellen Auswirkungen von Covid-19 würden zusätzlich für einen Anstieg der Insolvenzen und der Konsolidierung in der europäischen Wettbewerbslandschaft führen. „Hersteller, die diese Komplexität in den Griff bekommen, werden den Wettbewerb in den kommenden Jahren dominieren. Alle anderen Spieler werden zwangsläufig weiter an Boden verlieren“, sagt Christoph Blepp, Partner bei S&B Strategy.