Das Baugewerbe verzeichnet den höchsten jemals gemessenen Wert an neuen Aufträgen in einem Juni. Quelle: Pixabay

Bauwirtschaft

25. August 2020 | Teilen auf:

Sprunghafter Auftragsanstieg im Baugewerbe

Der reale (preisbereinigte) Auftragseingang im Bauhauptgewerbe war nach  Angaben des Statistischen Bundesamtes im Juni 2020 saison-  und kalenderbereinigt 12,4 Prozent höher als im Mai 2020.

Wie die Statistiker weiter mitteilen, wurde diese Entwicklung in hohem Maße von Großaufträgen beeinflusst. Im Vergleich zum Vorjahr war der reale Auftragseingang im Bauhauptgewerbe im Juni 2020 kalenderbereinigt um 1,2 Prozent höher. Im ersten Halbjahr des Jahres 2020 sank der reale Auftragseingang gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 3,5 Prozent. 

"Es ist natürlich erfreulich, wenn die Signale vom Markt nun wieder positiv erscheinen. Hierbei handelt es sich allerdings um eine deutliche Überzeichnung der Nachfrageentwicklung", kommentiert Felix Pakleppa, Hauptgeschäftsführer des Zentralverbandes Deutsches Baugewerbe, die Zahlen.

Der Auftragseingang im Bauhauptgewerbe betrug im Juni 2020 rund 8,3 Milliarden Euro. Er war damit nominal (nicht preisbereinigt) 9,2 Prozent höher als im Juni 2019 (7,6 Milliarden Euro) und damit der höchste jemals gemessene Wert an Aufträgen in einem Juni in Deutschland. Der Anstieg im Juni konnte allerdings die Rückgänge in den Monaten März bis Mai 2020 noch nicht ausgleichen: Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum sanken die Auftragseingänge in den ersten sechs Monaten 2020 nominal um 0,2 Prozent.