Die wirtschaftlichen Auswirkungen der Corona-Krise erreichen das niedersächsische Baugewerbe. Quelle: Pixabay

Bauwirtschaft

20. August 2020 | Teilen auf:

Schlechte Auftragslage im niedersächsischen Baugewerbe

Die wirtschaftlichen Auswirkungen der Corona-Krise erreichen das niedersächsische Baugewerbe. Nach Angaben des Landesamtes für Statistik Niedersachsen gingen die Auftragseingänge im Baugewerbe im Mai 2020 um 19,7 gegenüber dem Vormonat zurück.
Die Auftragseingänge erreichten noch ein Volumen von 843,3 Millionen Euro. Dagegen stieg der baugewerbliche Umsatz im Mai 2020 noch einmal leicht um 0,5 Prozent gegenüber April 2020 an. Danach haben die Unternehmen mit 20 und mehr Beschäftigten im niedersächsischen Baugewerbe im Mai 2020 einen Umsatz von gut 905,7 Millionen Euro erwirtschaftet, was in etwa dem Vorjahresniveau entspricht.
„Noch sind die meisten unserer Mitgliedsbetriebe gut beschäftigt. Das darf aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass der Auftragseingang seit Wochen schlecht ist“, kommentiert Matthias Wächter, Hauptgeschäftsführer des Baugewerbe-Verbandes Niedersachsen, die jüngste Entwicklung.
Im Wirtschaftsbau fehlen laut den Statistikern die Impulse aus dem Dienstleistungsbereich und dem Handel. Die Auftragseingänge im Gewerbe- und Industriehochbau lagen im Mai 2020 um 26,1 Prozent niedriger als im April 2020. Besonders hart treffe es die im Straßenbau tätigen Unternehmen. So sind die Ordereingänge von öffentlichen Auftraggebern den Angaben zufolge im Mai um 9,1 Prozent gegenüber dem Vormonat gesunken.
Zwar sei der Wohnungsbau mit einem Plus von 16 Prozent zum Vorjahreszeitraum noch am positivsten zu bewerten, jedoch sanken auch hier die Auftragseingänge im Mai 2020 um 7,3 Prozent gegenüber dem Vormonat und um 5,4 Prozent gegenüber Mai 2019.